"Schade um das Projekt"
Einkaufszentrum gescheitert: Laßnitzer Bürgermeister trauert den Arbeitsplätzen nach und hofft auf Neuanlauf, Kollege in Murau ist erfreut.

Foto © Kleine Zeitung/Josef Fröhlich
Aufregung im Bezirk Murau hat der Exklusivbericht der Kleinen Zeitung über das vorläufige Ende für die Einkaufszentrum-Pläne in Laßnitz St. Egidi verursacht.
Gescheitert ist das Projekt, weil der Murauer Unternehmer Ernst Pintar vor einem Jahr ein Grundstück angrenzend an die Einkaufszentrum-Gründe gekauft hat. Er verhandelte sich dabei Rechte aus, die nach Ansicht der Betreiber einen Bau des Zentrums unmöglich machen.
Der Laßnitzer Bürgermeister Franz Gassner ist enttäuscht: "Immerhin geht es hier um 45 Arbeitsplätze, vorwiegend für Frauen. Schade, dass hier mit so einer Verzögerungstaktik gearbeitet wird." Er werde den Betreiber dabei unterstützen, das Projekt doch noch zu verwirklichen.
Wie berichtet, hat Manfred Brugger von der Mergemeier Projektentwicklungs GmbH bereits angekündigt, im Frühjahr einen neuen Anlauf zu unternehmen.
Erfreut
Thomas Kalcher, Bürgermeister der Nachbarstadt Murau und großer Gegner des Einkaufszentrums, ist über die Entwicklung erfreut: "Das ist aber keine Schadenfreude, denn ich habe immer gesagt, mich nicht gegen Entwicklungen in Laßnitz zu verwehren."
Er sei aber gegen die Art der Bewirtschaftung: "Wenn es nur darum geht, uns Geschäfte aus der Stadt abzuziehen und nichts Neues zu bringen, hat das wenig Sinn."
Das Einkaufszentrum wäre mit einer Verkaufsfläche von rund 2000 Quadratmetern relativ klein ausgefallen, hat aber aufgrund der kleinen Strukturen im Raum Murau und der ohnehin schwierigen Situation in der Bezirksstadt dennoch für gehörige Aufregung gesorgt.
Ein Höhepunkt der Auseinandersetzung zwischen Murau und Laßnitz war, dass Bürgermeister Thomas Kalcher die Wasserversorgung des Zentrums durch die Stadtwerke Murau untersagte.








