Arbeitslosigkeit stieg an
Nirgendwo in der Steiermark stieg die Arbeitslosigkeit mehr an als in den Bezirken Judenburg und Knittelfeld. Murau liegt im Durchschnitt.

Foto © Pilch
Steirische Spitzenreiter sind Judenburg und Knittelfeld. Leider in einer traurigen Sache: Die beiden Bezirke lagen Ende Juli, was den Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Juli 2008 angeht, ganz vorne. In Judenburg waren 1384 Menschen ohne Arbeit, das ist ein Plus von 65,2 Prozent. Satte 78,1 Prozent mehr waren es in Knittelfeld. Zum Vergleich: Der steirische Schnitt lag bei 36,4 Prozent.
Die Ursache dieses Trends lässt sich laut Kurt Wolfsberger, stellvertretender Leiter des Arbeitsmarktservice Judenburg, schwer erklären: "Vermutlich hängt es damit zusammen, dass wir viele Auspendler haben", erklärt er. Viele Judenburger würden also in Regionen mit Firmen pendeln, die von der Krise stark betroffen sind und bei denen es Kündigungen gegeben hat. Erschwerend kommt laut Wolfsberger hinzu, dass auch die offenen Stellen rückläufig sind (minus 21 Prozent in Judenburg, minus 28,7 Prozent in Knittelfeld). Einen leichten Hoffnungsschimmer für die Zukunft sieht er dennoch, und: "Zumindest gab es keine Hiobsbotschaften in jüngster Vergangenheit."
Auch Abteilungsleiter Ludwig Neuhold vom AMS Knittelfeld sieht "gewisse Anzeichen", dass sich die Wirtschaftslage leicht entspannt: "Wie sich das personell auswirkt, lässt sich nicht sagen. Die Firmen sind sehr vorsichtig geworden." Ludwig Neuhold führt die traurige Spitzenreiter-Rolle Knittelfelds darauf zurück, dass es in Betrieben wie ATB oder Styria Federn durchgehend Personalfreistellungen gab und gibt.
Im Bezirk Murau stieg die Anzahl der Arbeitslosen übrigens um 37,7 Prozent. 581 Menschen waren dort Ende Juli ohne Arbeit, in Knittelfeld gab es 978 arbeitslose Menschen. Die Arbeitslosenquote lag in Murau bei 4,9, in Knittelfeld bei 7,9 und in Judenburg bei 7,6 Prozent.







