Fisch-Biss: Tiermediziner im Interview
Der Veterinärmediziner Mansour El-Matbouli über den Unfall am Furtnerteich: Futtersuche könnte den an sich scheuen Fisch an die Wasseroberfläche gelockt haben. Doch Angriffe von Stören seien häufiger.

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Am Donnerstagvormittag ist eine Frau im Furtnerteich (Bezirk Murau) von einem Fisch gebissen und leicht verletzt worden, vermutlich von einem Wels. Ist diese Fischart für solche Attacken bekannt? MANSOUR EL-MATBOULI: Überhaupt nicht. Welse leben eigentlich nur im Schlamm am Boden von Gewässern.
Wie können Sie sich diesen Vorfall dann erklären? EL-MATBOULI: Ich kann mir diesen Angriff eigentlich nicht erklären. Aber finden Welse keine Nahrung, kommen sie an die Oberfläche und können auch Menschen als Beute wahrnehmen. Daher ist die einzige Erklärung für mich, dass das Tier hungrig war. Kann auch die Hitze eine Rolle gespielt haben? EL-MATBOULI: Nein, das ist ganz klar auszuschließen.
Gibt es andere Fische, die dem Menschen gefährlicher werden können als der Wels? EL-MATBOULI: Durchaus. Angriffe von Stören kommen öfter vor. Deren Zähne sind auch gefährlicher als jene des Welses, der nur ein stumpfes, nach hinten gerichtetes Gebiss besitzt. Daher kann die Frau von Glück reden, nur leicht verletzt worden zu sein. INTERVIEW: ANDREAS TERLER








