Noch mehr Kraft für den FC Murtal
Zeltweg-Präsident Michael Hausleitner startet eine Offensive für einen Großklub von Judenburg bis Knittelfeld.
FUSSBALL. Was der Industrie und Wirtschaft mit "Kraft. Das Murtal" gelungen ist, soll jetzt auch dem Fußball Flügel verleihen. Inspiriert und in weiterer Folge vielleicht auch unterstützt durch die Initiative von 60 führenden Betrieben der Bezirke Murau und Murtal hat FC-Zeltweg-Präsident Michael Hausleitner eine Vision: "Zeltweg hat nicht nur einen Landesligaklub, sondern ist in der Kleinregion Aichfeld als Sportstadt deklariert. Im Sportzentrum soll sich aus den Vereinen von Knittelfeld bis Judenburg eine schlagkräftige FC-Murtal-Kampfmannschaft mit Potenzial nach oben entwickeln."
Kräfte bündeln ist angesagt - und man darf gespannt sein, ob der Hotelier, Touristiker und Sportfunktionär seine Idee umsetzen und alle Vereine ins Boot holen kann. Dazu wäre es aber nötig, dass mancher Sportfunktionär Kirchturmdenken ausblendet.
Im Nachwuchsbereich gibt es, wie etwa das Team MM 2008 (St. Lorenzen/K., St. Margarethen/K., Kobenz) bestätigt, schon seit mehreren Jahren positive Entwicklungen. Zuletzt wurde von sechs Klubs im Mur- und Pöls-Tal eine FC-Murtal-Nachwuchskooperation ins Leben gerufen. "Eine Bündelung der Kräfte zum Kraftverein FC Murtal würde der Region einen Verein mit viel Breitenwirkung und noch mehr regionale Wertschöpfung bringen", sagt Hausleitner. Für die Erarbeitung eines professionellen Konzepts hat auch FIFA-Spielermanager Franz Masser zugesagt.
In der nächsten Woche startet Hausleitner das Projekt "Kraftverein FC Murtal-Zeltweg" mit einem wirtschaftlichen Gespräch bei Geschäftsführer Josef Rieberer in der Brauerei Murau.
Heute steht für den FC Zeltweg beim Landesliga-Duell in Frohnleiten (19 Uhr) die Auswärtsstärke des Aufsteigers am Prüfstand. "Die Laufarbeit ohne Ball muss noch verbessert werden", fordert Trainer Gerhard Griesenauer. ALFRED TAUCHER
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