Murtal neuerlich von Unwetter heimgesucht
Die Bundesstraße 95 war gleich an zehn Stellen blockiert. Jetzt Angst vor weiterem Starkregen.

Foto © LPK für Steiermark
Bis zu zwei Meter hoch und bis zu zehn Meter breit waren die Muren, die Donnerstagabend zwischen Predlitz und Turrach auf die B 95 niedergingen. "Der westseitige Hang hatte aufgrund der massiven Regenfälle an mehreren Stellen zu rutschen begonnen", so die Polizei. "Teilweise rissen Geländekanten ab, kleine Gewässer wurden zu reißenden Bächen."
Ein italienischer Urlauber geriet dabei mit seiner Familie in eine gefährliche Situation. Unmittelbar vor und nach seinem Leihwagen gingen zwei Muren ab, die Insassen waren buchstäblich gefangen. "Feuerwehrmänner holten sie raus und führten sie zu Fuß aus dem Gefahrenbereich", berichtet ein Beamter der Polizeiinspektion Stadl/Mur.
Der Katastrophenschutzreferent der BH Murau ordnete sofort eine Totalsperre der Bundesstraße zwischen Turrach und Predlitz an, am Freitag untersuchte ein Geologe des Landes Steiermark die Hangrutschungen. Er konnte vorläufig Entwarnung geben - nach umfangreichen Arbeiten durch die Feuerwehren konnte die Straße um 10.45 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Bei neuerlichem Einsetzen von Starkregen ist allerdings mit einer sofortigen Straßensperre zu rechnen. Die Besichtigung durch den Geologen hatte nämlich ergeben, dass die Hänge an vielen Stellen eingerissen sind und das Erdreich oberhalb der Bundesstraße daher noch immer im Rutschen ist.
















