Aufgabe während der heißesten Rennphase
Simone Helfenschneider-Ofner hatte in Klagenfurt Bronze im Visier - dann kam das Kribbeln.
TRIATHLON. 2011 war Simone Helfenschneider-Ofner mit einer imposanten persönlichen Rekordzeit von 9:11,27 Stunden Gesamtsechste und die beste Steirerin im Feld. Heuer hat sie beim Ironman Austria in Klagenfurt einen Stockerlplatz angepeilt. Gekommen ist es für die top vorbereitete Murrunners-Tri-Athletin bei Gluthitze und extrem schwierigen Bedingungen leider ganz anders. . .
"Ich bin so stark geschwommen wie noch nie und habe auf der Radstrecke ab Kilometer sechzig um Platz drei gekämpft. Nach 120 Kilometern habe ich aber ein Kribbeln in beiden Händen gespürt, ein Gefühl, das ich bis dahin noch nie gehabt habe. Ich wollte meine Gesundheit nicht auf das Spiel setzen und bin abgestiegen", erzählt Helfenschneider-Ofner.
Der Mix aus extremer Belastung durch die enorme Hitze und am Limit in die Pedale zu treten, hat dem Körper der Mariahoferin offenbar noch stärker als üblich zugesetzt. Für die 29-Jährige war es nicht leicht in dieser heißen Rennphase kühlen Kopf zu bewahren und bei ihrem Saisonhöhepunkt mit einer Topplatzierung vor Augen aufzugeben. "Es schmerzt zwar im Sportlerherz, aber nachdem ich in meiner Karriere noch einiges vorhabe, war es sicher vernünftig", erzählt Helfenschneider-Ofner.
Jetzt muss die Profi-Triathletin eine wichtige Entscheidung treffen: "Ich überlege gerade, ob ich diverse Staatsmeisterschaften bestreite oder generell einen neuen Formaufbau für die Langdistanz-Staatsmeisterschaft in Podersdorf und die Duathlon-Weltmeisterschaft in der Schweiz im August beziehungsweise September beginne." ALFRED TAUCHER
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