Der Titel ist ein verspätetes Geschenk
Der FC Zeltweg steht vor dem Wieder-Aufstieg in die Landesliga.
FUSSBALL. 1100 Fans stürmten den Platz, Peter Meier hatte eben sein 32. Tor erzielt und Trainer Walter Schachner wurde auf den Schultern über den Platz getragen - am 12. Juni 1999 war Zeltweg Landesliga-Meister, einer der letzten Höhepunkte der Klubgeschichte.
"Schoko" hatte die Murtaler als Zehnter nach dem Herbst ohne Niederlage in die Regionalliga geführt. Dort blieben sie bis Sommer 2003. Dann ging es für zwei Jahre in die Landesliga (Plätze 13 und 14) und anschließend in die Versenkung. Jetzt steht der FC Zeltweg vor dem Comeback in der Landesliga.
Bei einem Heimsieg heute gegen Obdach und einem Punkteverlust der DSV Juniors in Neumarkt wäre Zeltweg vorzeitig Meister. "Meisterleiberl haben wir aber noch nicht vorbereitet, Aufstiegsparty ist auch noch keine geplant", erzählt der Sportliche Leiter Christian Puster, beim letzten Höhenflug noch als Kapitän aktiv.
Die Aufholjagd
Die Zeltweger konnten in den letzten acht Runden auf Leoben den Rückstand von sieben Punkten in einen Vorsprung von fünf Zählern umwandeln. Sieben Jahre nach dem Abstieg ist Zeltweg unter Trainer Gerhard Griesenauer wieder da - zwei Jahre nach dem 90. Vereinsjubiläum ein verspätetes Geburtstagsgeschenk.
"Schaffen wir den Aufstieg, soll der Großteil der Mannschaft bleiben. Aber wir würden den Kader mit Spielern aus der Region verstärken", sagt Puster. Heiße Aktien sind die Goalgetter Michael Platzer (22 Tore) und Rene Fischer (18 Tore), die auch einen Stock höher treffen sollen.
Der Aufstieg hätte nicht nur für den gesamten Fußball im Murtal große Bedeutung, sondern würde auch viel Energie und Motivation für den neu gewählten Zeltweger Vereinsvorstand bringen. ALFRED TAUCHER
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