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Zuletzt aktualisiert: 28.04.2012 um 20:30 UhrKommentare

Zwei Murauer Herzen schlagen für Afrika

Helga und Angelika Pichler sammeln Geld für Südafrika. Dort helfen sie der Mission der Eggenberger Schulschwestern, die seit 1939 Kindern und Jugendlichen unter die Arme greifen.

Helga Pichler (rechts im Bild mit einer Schulschwester und einem Bauarbeiter) besuchte kürzlich Südafrika

Foto © PrivatHelga Pichler (rechts im Bild mit einer Schulschwester und einem Bauarbeiter) besuchte kürzlich Südafrika

Ein Herz für Afrika haben Helga Pichler und ihre Tochter Angelika. Seit zwei Jahren verkaufen sie am Murauer Flohmarkt Dinge und schicken das verdiente Geld nach Südafrika. Genauer gesagt nach Nelspruit. Dort betreiben die Eggenberger Schulschwestern seit 1939 mehrere Missionsstationen.

Zu ihrem wohltätigen Einsatz ist Pichler durch ihre Schwägerin gekommen. "Sie heißt Ambrosia Karner und war eine der ersten Missionsschwester in Nelspruit. Sie lebt noch heute dort und hat kürzlich ihren 100. Geburtstag gefeiert", weiß Pichler.

Natürlich war die Krakaudorferin gemeinsam mit Tochter Angelika bei der großen Geburtstagsparty dabei. "Meine Schwägerin hat so ein großes Herz. Ich sage immer, dass sie die Mutter Teresa von Südafrika ist", schwärmt Helga Pichler, die vor Kurzem einen ganzen Monat in Südafrika verbracht hat. Schwester Karner ist die einzig noch lebende Missionsschwester, die im Jahr 1939 nach Afrika gesegelt ist. "Mittlerweile ist sie zwar schon gebrechlich, aber geistig voll fit. Sie ist ein echter Wahnsinn", freut sich die ehemalige Volksschullehrerin.

Spenden

Rund 5000 Euro hat Familie Pichler nach Afrika gespendet, und es soll noch mehr werden. "Wir stehen jeden ersten Freitag im Monat am Murauer Flohmarkt und sammeln Geld. Für uns ist es eine Herzensangelegenheit. Mit dem Geld, das wir schon gespendet haben, wird derzeit eine Pflegestation für Babys gebaut", so Pichler. Trauriger Hintergrund dabei ist, dass es sich um Kinder handelt, die von Vergewaltigungsopfern stammen. Südafrika ist ein raues Pflaster. "Die Mütter sind noch jung. Die meisten von ihnen besuchen die Missionsschule der Schulschwestern und wissen meist nicht, was sie mit ihren Kindern in dieser Zeit tun sollen. Die Babystation ist also bitternötig", seufzt Helga Pichler.

Schule

Die Schule wurde von Schwester Ambrosia Karner im Jahr 1957 gegründet. Es handelt sich um die St. Peter's School, wo schwarze und weiße Kinder ihre Ausbildung erhalten. Schwester Ambrosia war jahrelang in einer Außenstelle der St. Peter's Mission in Ka Nyamazan tätig.

Helga Pichler hofft, dass sie noch viel Geld für ihre Schwägerin sammeln kann. "Ich wünsche mir, dass viele Leute zum Flohmarkt kommen und uns unterstützen", sagt sie. Mehr dazu gibt es unten in der Infobox.

SONJA HAIDER-KRÄTSCHMER

Murauer Flohmarkt

Helga und Angelika Pichler sind jeden ersten Freitag im Monat am Flohmarkt in Murau vertreten. Dort verkaufen sie ältere Habseligkeiten für Afrika.

Der Flohmarkt hat nur von Juni bis September geöffnet. Besuchen kann man ihn das nächste Mal am 1. Juni. Danach findet er jeden ersten Freitag im Juli, August und September statt.

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