Von vielen Streitigkeiten und einer Rettung
ÖVP-Mandatare traten zurück, Einsatz der Polizei und mehr: Ein Rückblick auf die letzten Jahre.
Im Jahr 2004 wurde Wenzel Steinhart von der ÖVP Bürgermeister von Krakaudorf, seither gerät die Gemeinde immer wieder in die Schlagzeilen. Anfang 2006 sorgte etwa ein kurioser Streit für Gesprächsstoff: Johann Knapp, der Vorgänger von Steinhart, sollte von der Gemeinde für seine Leistungen mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet werden. Knapp freute sich darüber zwar, wollte die Auszeichnung aber nicht aus den Händen seines Nachfolgers entgegennehmen. Grund: Steinhart würde Unwahrheiten und Verleumdungen gegenüber Knapp und seiner Familie verbreiten. Steinhart bestritt das.
Wenige Monate später eskalierte die Situation, nachdem es innerhalb der eigenen Reihen schon lange gebrodelt hatte: Sämtliche ÖVP-Mandatare, bis auf Steinhart, traten geschlossen zurück. Sie begründeten diesen Schritt damit, dass eine Zusammenarbeit mit Steinhart unmöglich sei. Danach wurde es schwierig, Nachfolger für die ausgeschiedenen fünf Mandatare zu finden, es wäre fast zu Neuwahlen gekommen. Schließlich "rettete" die Verwandtschaft Steinharts den Gemeinderat: Sein Sohn, sein Cousin und ein dritter Kandidat erklärten sich bereit ein Mandat anzunehmen. Der ÖVP blieb mit vier von sechs möglichen Sitzen eine knappe Mehrheit.
Die SPÖ hat drei Mandate. Auch die Sozialdemokraten klagten immer wieder, dass unter Steinhart kein konstruktives Arbeiten möglich sei. Der wiederum blieb seiner Linie immer treu: Alles muss korrekt, der Gemeindeordnung gemäß über die Bühne gehen. Im Mai 2008 trat Steinhart nicht mehr bei der Wahl zum Ortsparteichef an, der er bis dahin gewesen war. Zu seinem Nachfolger wurde Alexius Schnedl gewählt.
Kurze Zeit später ließ Steinhart während einer Sitzung des Gemeinderats die Polizei rufen, da sich ein Zuhörer eingemischt hatte.















