Crazy Downhill Race in Mürzzuschlag
Was man beim Mürzer Crazy Downhill Race unter dem Allerwertesten hat, ist egal. Nur Schi, Snowboard und Co. haben absolutes Pistenverbot.

Foto © http://www.neo2.org/2009/02/flyer-crazy-downhill-race-2009/Beim Crazy Downhill Race ist erlaubt, was gefällt - solange es nichts mit Wintersportgeräten zutun hat
Alles, nur keine Wintersportgeräte: Beim Crazy-Downhill-Race, das morgen, Samstag, um 11 Uhr auf der Grubbauerwiese beim "Schlauen Fuchs" in Mürzzuschlag stattfindet, kann man in einem Waschschaffel die Piste hinunterfahren oder auch auf einem aufblasbaren Schwimmtier. Nur Schlitten, Snowboard und Schi sind tabu und höchstens als Kufenersatz erlaubt.
Idee des Vereins. Das Crazy-Downhill-Race ist eine Idee des Vereins "Crazy Penguins - Verein zur Förderung von kreativem Gedankengut". Dahinter stehen junge Leute aus dem Mürztal, die das Ziel haben, mit kreativen, lustigen Events das Veranstaltungsleben in der Region zu bereichern. "Uns gibt es seit 2006 als Fanclub, im Vorjahr wurde dann ein Verein daraus", erklärt Obmann Mario Habenbacher aus der Veitsch. Man sieht sich auch als Anlaufstelle für alle, die Hilfe bei der Umsetzung kreativer Veranstaltungsideen brauchen. Die Idee zum ersten Crazy Downhill kam - wie so oft - im Wirtshaus und wurde danach ausprobiert. "Da sind ein paar von uns mit einem Sessel die Schipiste hinuntergefahren".
Dritte Auflage. Nun steigt die Veranstaltung bereits zum dritten Mal, bis jetzt haben die Teilnehmer so ziemlich alles Denkbare verwendet, um über den Schnee zu zischen: Wäschekörbe wurden gesichtet, Plastikpuppen der besonderen Art, umfunktionierte Elektrogeräte oder auch liebevoll selbst konstruierte Flitzer.
Herz erwärmend. Letztere haben Kurt Scharfegger, seines Zeichens Tapezierermeister in Mürzzuschlag, das Herz erwärmt. Im Vorjahr erhielt er für das Segelgefährt, das er mit seinem Schwager Dieter Delitz gebaut hatte, den Kreativpreis beim Rennen. "Heuer fahren wir als Flintstones", reibt sich Scharfegger schon die Hände. "Dieses Gefährt da, mit dem Fetzendachl und der Walze."
Leidenschaft inklusive. Man darf gespannt sein, die beiden Herren arbeiten schon lange an ihrem Steinzeit-Auto. Und das, wie jedes Jahr, mit Leidenschaft: "Im Vorjahr waren wir um dreiviertel zwölf in der Nacht auf der Piste und haben noch getestet", erzählt Scharfegger. Denn schließlich soll das Ding ja lenkbar sein. Im letzten Jahr landeten die beiden Piloten trotzdem in einem Bremswall. Scharfegger: "Dann ist der Mast vom Segel abgerissen."
Für Spontane. Wer noch spontan mitmachen will, soll rasch Wohnung, Keller und Dachboden nach möglichen fahrbaren Untersätzen durchstöbern. Am Freitag, den 27. Februar um 11 Uhr beginnt die Gaude beim Grubbauer Lift.









