Schnee, Schnee, Schnee!
Des einen Freud, des anderen Leid, es hat geschneit. Kinder haben ihren Spaß, Erwachsene stürmen mit Beschwerden die Straßenmeistereien.

Foto © LR BaumannTheresa hat mit ihrer Mama eine Schneemannfamilie gebaut. Geknipst hat Leserreporterin Maria Baumann aus Mürzzuschlag
Schneeschaufler fühlten sich zumindest in den nördlicheren Bereichen des Mürztales wie Sisyphus. Kaum war man mit dem Schaufeln fertig, war wieder alles zugeweht. Ähnlich ging es den Mitarbeitern der Straßenmeistereien. "Wir fahren mit allen Autos, was das Zeug hält", erzählte der Mürzzuschlager Straßenmeister Johann Fasch gestern. Wegen der Schneeverwehungen war auch das nicht immer genug, etwa am Alpl.
Zwölf Mal fuhr man zum Räumen auf dem Pass hin und her. "Aber der Fahrer räumt einmal und hinter ihm ist alles wieder zugeweht." Dazu kommen immer wieder Verzögerungen durch hängen gebliebene Lkw, die trotz Kettenpflicht ohne Ketten fahren. Fasch: "Aber das alles verstehen viele Autofahrer nicht." Die Folge waren 171 Beschwerdeanrufe schon am Mittwoch wegen angeblich mangelnder Räumung und anderen Widrigkeiten.
In Seewiesen schätzt ein Mitarbeiter die Zahl der Anrufe auf 350. "Aber nicht wegen der Räumung, in erster Linie informieren sich die Leute wegen der Kettenpflicht." Und auch durch den Pflug zugeschaufelte Hauseinfahrten sind ein Thema.
Unfälle
Die Verkehrssituation: Die B 24 von Rothmoos bis Brunn war gestern Vormittag noch wegen Lawinenabgängen gesperrt, ebenso die L 113 aufs Niederalpl. Das Niederalpl war erst von Mürzsteg weg befahrbar. Unfälle gab es auch. Am Mittwoch landete ein Pkw-Lenker in der Früh auf der S 6 bei Mürzzuschlag auf einer Leitschiene, in Kindberg kam ein Lenker von Fahrbahn ab, in der Stanz musste ein Fahrzeug geborgen werden, und gestern gab es einen Unfall mit einem Pkw und einen Lkw auf der S 6 im Tunnel Spital. MICHAELA AUER








