Vladars Dreifaltigkeit im ehemaligen Stift
Stefan Vladar agierte in dreifacher Funktion als Pianovirtuose, Dirigent und Kammermusiker.
NEUBERG. Einen glanzvollen Konzertabend bescherten Stefan Vladar und die Budapester Streichersolisten dem Publikum im Dormitorium des ehemaligen Stifts Neuberg. Auf dem Programm standen ausschließlich Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, zwei Klavierkonzerte und eine Sinfonie.
Sowohl als Kammermusiker als auch als Klaviervirtuose konnte Vladar, seit über 20 Jahren musikalischer Leiter der Neuberger Kulturtage, in den beiden Klavierkonzerten seine Qualität unter Beweis stellen. Das B-dur-Konzert aus Mozarts Salzburger Zeit ist eher kammermusikalisch konzipiert, hier zeigte sich der Pianist als einfühlsamer Partner des durch Bläser verstärkten Streichorchesters. Brillanz und Virtuosität konnte Vladar im D-dur-Konzert zeigen. Zur klanglichen Opulenz trug auch das durch Pauken und Trompeten verstärkte Orchester bei.
Den krönenden Abschluss setzte Vladar mit Mozarts "Haffner Sinfonie" in der Funktion des Orchesterleiters. Gemeinsam mit dem Orchester gelang eine klangvolle und saubere Interpretation der Sinfonie, die wie das zweite gespielte Klavierkonzert aus der Wiener Zeit des Komponisten stammt. HERBERT TOMASCHEK








