Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
23. Februar 2012 09:00 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren 321439 Mitglieder | 743 online
Verkehrsunfall im Ganzsteintunnel "Keiner gerät   mit Absicht   in Not" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Nachrichten aus Mürzzuschlag und Umgebung Nächster Artikel Verkehrsunfall im Ganzsteintunnel "Keiner gerät   mit Absicht   in Not"
Zuletzt aktualisiert: 17.12.2010 um 11:55 UhrKommentare

Giftstoffe in Feuerwerkskörpern

Jede fünfte Probe enthielt relevante Mengen von Hexachlorbenzol (HCB), einem der gefährlichsten langlebigen Umweltgifte.

Das Mürztal in der Silvesternacht

Foto © Eduard MeierDas Mürztal in der Silvesternacht

Zum Jahresende boomt das Geschäft mit Knallern und Feuerwerkskörpern. Zum Leidwesen vieler hat sich die Knallerei in den letzten Jahren zeitlich auf beinahe die ganze Woche zwischen Weihnachten und Neujahr ausgedehnt. Beim Abschießen von Knallkörpern und Raketen entsteht lungengängiger und giftiger Feinstaub, welcher besonders für kranke, aber auch für gesunde Personen eine Gefährdung darstellt. Bei der Verbrennung von Feuerwerkskörpern entsteht durch chemische Reaktionen eine Vielzahl neuer Substanzen. Jeder Feuerwerkskörper setzt somit Feinstaub und Schadstoffe frei.

Das Lebensministerium hat gemäß den Überwachungsvorschriften des Chemikaliengesetzes österreichweit Untersuchungen von Feuerwerkskörpern durchgeführt. Dabei musste das Ministerium einräumen, dass ein erheblicher Teil der in Österreich vertriebenen Feuerwerkskörper zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führt. Jede fünfte Probe enthielt relevante Mengen von Hexachlorbenzol (HCB), einem der gefährlichsten langlebigen Umweltgifte. Es unterliegt aus gutem Grund in der gesamten EU einem Totalverbot. Es gehört zu den Stoffen, die durch die Stockholmer Konvention weltweit verboten wurden. HCB reichert sich in der Nahrungskette des Menschen - Pflanzen und Fischen - und im menschlichen Organismus selbst an. Die Substanz darf aufgrund ihrer Persistenz unter keinen Umständen in die Umwelt gelangen; sie ist stark Wasser gefährdend.

Wie kommt HCB trotz EU Totalverbot in Feuerwerkskörper?

Die weltweit größten Feuerwerksproduzenten sind Drittstaaten wie China, gefolgt von Indien und einigen Staaten in Mittel- und Südamerika wie Peru, Guatemala und El Salvador. Bestimmungen, die den Umgang mit den gefährlichen und gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen der Knaller und Raketen regeln sollen, existieren häufig nicht oder werden einfach missachtet. Meist erfolgt die Herstellung der Feuerwerkskörper unter menschenverachtenden Bedingungen. Was ebenso nicht an die Öffentlichkeit dringt, ist die Tatsache, dass vielfach Kinder in der Produktion arbeiten.

Appell an die Vernunft

Alljährlich gehen in Österreich rund um Silvester hunderttausende Feuerwerkskörper im Wert von ca. neun Millionen Euro in Schall und Rauch auf. Selbst wenn auch dieser Appell ungehört verhallen sollte, möchte ich alle Leserinnen und Leser bitten: Beginnen Sie das neue Jahr mit einem guten Vorsatz. Verzichten Sie auf die Anwendung von Feuerwerkskörpern. Machen Sie Österreich am Neujahrstag nicht zur flächendeckenden Sondermülldeponie.

Eduard Meier

Leser-Reporter

Dieser Artikel wurde uns von Leser-Reporter Eduard Meier aus Mürzzuschlag geschickt.

Gemeindewetter

  • Donnerstag, 23. Februar 2012
    • Min: -10°C
    • Max: 7°C
    • Nsw.: 70%
    Regenschauer
  • Freitag, 24. Februar 2012
    • Min: 0°C
    • Max: 9°C
    • Nsw.: 50%
    Schneeregenschauer
  • Samstag, 25. Februar 2012
    • Min: 2°C
    • Max: 8°C
    • Nsw.: 50%
    Regenschauer
Dreitagesprognose aufs Handy!
SMS mit WETTER 8680 an 0900 872 872. 0,30 €/SMS


Babys aus der Gemeinde

Hochzeiten/Jubiläen

Leserfotos aus der Gemeinde

Treten Sie mit uns in Kontakt!

 
 
Sie haben auch eine Meldung? Werden Sie Leser-Reporter und schicken Sie uns Ihre Texte!
 

Wallpaper

 

Todesanzeigen

Todesanzeigen aller steirischen Bezirke.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang