Sag' Adieu zum Leberkäse
Auf Initiative der Lehrer des Gymnasiums soll das Buffet des Bundesschulzentrums Mürzzuschlag gesünder werden. Bis 2011 läuft ein Pilotprojekt. Man macht als eine der ersten Schule Österreichs mit.

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Die erste "Info-Stunde" für Lehrer, Schüler und Eltern zum Thema gesünderes Buffet: Sie sollen das Buffet beurteilen. Auf waagrechten Skalen, die von "Ja, sehr" bis "rein gar nicht" reichen, werden Punkte geklebt. Deren Verteilung zeigt die Meinung der Anwesenden. Trifft das Buffet den Geschmack der Schüler? Fast alle Punkte "picken" bei "trifft völlig zu" ziemlich aufeinander. Was heißt: Die meisten finden, dass es schmeckt. Bei der Frage, ob das Angebot gesund ist, driften die Pünktchen aber auseinander: Nur ein einsamer Punkt auf "Ja, sehr", viele ab der Mitte bis hin zu "rein gar nicht."
Fazit: Den Schülern schmeckt die Buffetkost, aber sie wissen, dass sie sich nicht gesund ernähren. "Da ist Potenzial drinnen", lautet der zufriedene Kommentar von Projektbetreuerin Karin Kaiblinger von "gutessen consulting". Denn die Schüler zeigen damit, dass sie ein Gespür für gesunde Kost haben.
Teamarbeit
Eine Arbeitsgruppe aus Schülern, Eltern und Lehrern wird gemeinsam mit dem Buffetbetreiber ein Angebot erstellen, das gesünder ist als das bisherige. "Gute Getränke statt Softdrinks", weiß Kaiblinger. Die Produkte sollen aufgewertet werden, Weißgebäck mit Körnern etwa, mehr Vollkornanteil, statt der fetten Salami Schinken und Gemüse dazu. Kaiblinger: "Aber wir schreiben nichts vor, die Ziele werden im Team erarbeitet."
Das Wichtigste: Es soll schmecken, denn die Schüler sollen das Buffet nicht verweigern. Deshalb fragt man sie, was bleiben soll, welche Wünsche alle haben, und wie es auf keinen Fall werden soll. Der Buffetbetreiber - übrigens von den Schülern als sehr freundlich bewertet - erhält Unterstützung für die Buffetgestaltung und hat schon einen Workshop absolviert.
Ausgegangen ist die Initiative von den Turnlehrern des Gymnasiums. Sie führen das Projekt "Fit in der Schule" durch und dazu gehört auch die Ernährung. Karin Richter-Trummer, sie unterrichtet Deutsch sowie Bewegung und Sport, kennt die Gewohnheiten der Schüler: "Viele essen in der Früh nichts. Das merke ich als Turnlehrerin, weil sie regelmäßig eingehen." Deswegen komme dann "der Griff zum schnellen Zucker". Und der Gang zum Buffet - zu oft für Leberkäsesemmel und Co. -, sowie jener zum Getränkeautomaten für das Cola zum Munterwerden.
Besser in der Schule
"Aber die Schülerinnen und Schüler essen gerne auch etwas Gutes", sagt die Lehrerin. Der Getränkeautomat soll bleiben - nur anders befüllt. Gute Ernährung kann einiges bewirken. Die Schüler sind leistungsfähiger, schneiden bei Tests und Schularbeiten besser ab. Wichtig ist vor allem, viel zu trinken. Zu wenig Flüssigkeit heißt zu wenig Konzentration. Ausgenommen sind die Softdrinks. Sie haben zu viel Zucker und verursachen Fettsucht.








