Nachspiel vor Gericht wegen Naziparolen
Drei Mürztaler standen am Mittwoch wegen Wiederbetätigung vor Gericht.
Zwei der drei Angeklagten sind nach Verbotsgesetz einschlägig vorbestraft. Im Dezember 2007 sollen sich zwei 22-jährige Werksarbeiter aus dem Mürztal erneut nationalsozialistisch betätigt haben - am Mittwoch standen sie in Leoben vor dem Schwurgericht.
Lokal. In einem Kindberger Lokal war es zur Eskalation gekommen, nachdem einer einen Aufkleber der "Nationalen Volkspartei" auf die WC-Tür geklebt hatte. Der Chef des Lokals, seine Lebensgefährtin und seine Mutter sollen als "Judenschweine" beschimpft worden sein. Der dritte Angeklagte - ein 26-jähriger Werksarbeiter - soll geschrien haben: "Es wird vielleicht wieder eine Reichskristallnacht geben". Weitere Anklagepunkte, verteilt auf die beiden 22-Jährigen: Schwere Körperverletzung, gefährliche Drohung, Sachbeschädigung. Alle drei Angeklagten bekennen sich teilweise schuldig. An den Wortlaut ihrer Aussagen wollen sie sich nicht erinnern können. Am Donnerstag werden am zweiten Prozesstag die Zeugen gehört.








