Steinbruch lässt Köpfe rauchen
Der Steinbruch im Langenwanger Pretulgraben gehört der Gemeinde Langenwang und wiegt mit einem Abgang von mehr als 100.000 Euro zu schwer im Budget. Eine Lösung muss her.

Foto © AuerFür den Betrieb muss eine Lösung gefunden werden, man ist am Arbeiten
Der Steinbruch im Langenwanger Pretulgraben ist ein gemeindeeigener Betrieb und verpasst dem Gemeindebudget einen ordentlichen Dämpfer in Gestalt eines jährlichen Abganges. Mehr als 100.000 Euro waren es 2010. Noch ist die Bilanz des Betriebes für 2011 nicht fertig, im März wird man Genaueres wissen. Aber alle Fraktionen im Gemeinderat sind sich einig: Beim Steinbruch muss sich etwas ändern. Denn die finanzielle Lage der Gemeinde ist ohnehin sehr angespannt.
Der Vorsitzende des Ausschusses Steinbruch im Langenwanger Gemeinderat ist Reinhard Graz von der SPÖ. Graz ist auch Mitglied des Langenwanger Gemeindevorstandes. Ein großes Bauunternehmen ist der einzige Abnehmer der Produkte des Steinbruches. Das sei auch früher schon so gewesen, sagt Graz. "Aber nun wird einfach weniger gebaut", erklärt er. Auch ein "Nahversorger" für Häuslbauer sei der Steinbruch einmal gewesen, sagt Bürgermeister Rudolf Hofbauer (ÖVP). Aber mittlerweile bauen eigenhändig nur noch die Wenigsten.
An und für sich müsste ein Steinbruch gewinnbringend zu führen sein. Eine Stilllegung will Hofbauer deshalb nicht. "Die letzte Lösung wäre die einfachste: zusperren." Aber dann sei der Betrieb weg. "Ihn dann wieder aufsperren, geht sicher nicht mehr." Aber man werde sich jetzt einmal die Bilanz ansehen und dann weiterschauen.
Die Ausschussmitglieder haben sich in der Sache zusammengesetzt. Am Betrieb muss sich etwas ändern. Aber vorher gehören wichtige Fragen geklärt, sagt Graz. Eine davon ist, sich Partner als Mitbetreiber ins Boot zu holen, etwa die Abnehmerfirma selbst, wie Manfred Schlapper (SPÖ) - er ist zweiter Vizebürgermeister - erklärt. Auch stellt sich die Frage, was tun mit der Anlage, denn sie ist alt. Die Anrainer sind auch ein wesentlicher Faktor, sie sollen nicht stärker belastet werden. Der soziale Aspekt ist auch wichtig, es arbeiten drei Leute im Steinbruch.














