"Die Luft war draußen"
Nach 40 Jahren hat sich die Jagdhornbläsergruppe "Graf Spiegelfeld Schloss Oberkindberg" aufgelöst. Der Grund: akuter Nachwuchsmangel.
Als sich im Jahr 1971 die Jagdhornbläsergruppe "Graf Spiegelfeld Schloss Oberkindberg" formierte, ahnten die Mitglieder noch nichts von den großen Erfolgen späterer Jahre. Seit 2002 war das Ensemble immer die beste steirische Jagdhornbläsergruppe, dazu kommen hervorragende Platzierungen und sogar ein Sieg bei internationalen Bewerben.
All das ist Geschichte. Beim heurigen Jägerball in Kindberg gab die Gruppe um Einsatzleiter Karl Perner ihre Auflösung bekannt. "Wir waren zum Schluss nur noch sechs Bläser, wären bald nur noch fünf gewesen. Da war es nicht mehr möglich, unser hohes Niveau der vergangenen Jahre zu halten", sagt Perner.
Geändertes Umfeld
Nicht nur, dass viele Mitglieder altersbedingt aufgehört haben: Auch junge Leute waren nicht für das Jagdhornblasen zu begeistern. "Von der Forstschule in Bruck hatten wir einen Schüler, der aus der Veitsch kommt. Die anderen Forstschüler kommen ja vielfach von auswärts", erklärt Perner, der selbst 39 Jahre in der Gruppe aktiv war. "Aber es war auch schon ein wenig die Luft draußen", gibt der Einsatzleiter zu. "Es tut natürlich weh, wenn man nach so langer Zeit aufhört, aber man muss auch den Tatsachen ins Auge sehen." So hätten viele Mitglieder auch aus beruflichen Gründen kaum noch Zeit für Proben und Aufführungen.
In den Schmollwinkel werden sich die Jagdhornbläser aber nicht zurückziehen. "Wenn junge Leute Interesse an der Gründung einer Jagdhornbläsergruppe haben, werden wir ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen", verspricht Perner.














