Verletzte Bergretter sind wieder zu Hause
Einsatz bei minus 25 Grad: Die dramatische alpine Notlage samt schwierigem Bergungseinsatz auf der Schneealpe im Bezirk Mürzzuschlag vom Wochenende dürfte für alle Beteiligten glimpflich ausgehen.

Foto © FuchsBergrettungschef Bernhard Ulm (dritter von rechts) besuchte gestern seine verletzten Kollegen im Spital
Vier beim Einsatz durch Erfrierungen ebenfalls gröber verletzte Bergretter konnten am Montag in häusliche Pflege entlassen werden, auch den beiden geretteten Wiener Tourengehern geht es den Umständen entsprechend gut. Sie dürften ohne beliebende Schäden davonkommen, berichtete der Ortsstellenleiter des Bergrettungsdienstes Neuberg, Bernhard Ulm.
Tourengeher
Die beiden Tourengeher befanden sich am Montag noch in Mürzzuschlag bzw. Bruck/Mur in stationärer Behandlung - sie hatten Erfrierungen zweiten und dritten Grades an den Extremitäten bzw. im Gesicht erlitten -, dürften aber in den kommenden Tagen die Krankenhäuser verlassen können, so Ulm. Bereits im Laufe des Montags entlassen wurden vier Kameraden des Bergretters, die Erfrierungen ersten Grades an Fingern und Zehen bzw. Bindehautentzündungen erlitten hatten. Insgesamt waren bei dem Einsatz in der Nacht auf Sonntag zehn Retter leicht verletzt worden. Sie waren alle zunächst ambulant versorgt worden, vier davon begaben sich später in Spitalsbehandlung.
Der Rettungseinsatz war von den beiden erfahrenen Berggehern ausgelöst worden, die auf einer "Hot Route" von Krampen über mehrere Gipfel nach Neuberg wollten. Sie hatten in der Nacht bei etwa minus 25 Grad und eisigem Wind die Orientierung verloren und einen Notruf abgesetzt. Knapp vor Abbruch der Suchaktion wurden die beiden gefunden und geborgen. "Sie hätten keine zwei Stunden mehr überlebt", so Bergretter Ulm, der am Montag einen der beiden Sportler am Krankenbett besucht hat und seinen Dank an die Helfer stellvertretend entgegengenommen hat. Eine Anzeige wegen fahrlässiger Gemeingefährdung wird ihnen aber dennoch nicht erspart bleiben.














