Neu, sicher, schnell
Kalt, ein technisches Gebrechen, gefangen am Sessellift. Die Bergrettung Mürzzuschlag hat dafür jetzt eine bessere und schnellere Bergetechnik.

Foto © PrivatÜbung macht den Meister. Die Bergretter übten kürzlich die neue Art der Sesselliftbergung
Zwei Jahre lang hat sich die Mürzzuschlager Ortsstelle der Bergrettung mit der Verbesserung der Bergetechnik - die vom Seilbahnhersteller mitgeliefert wird - beschäftigt. Denn die bisher durchgeführte Art der Bergung war für die Fahrgäste sicher und komfortabel, aber für die Retter keineswegs.
"Man musste herumturnen am Seil wie ein kleines Afferl", erklärt Bergrettungs-Obmann Andreas Wiltschnigg. "Das wollten wir so nicht." Die Verletzungsgefahr für die Bergretter war groß. So musste der Retter mit einem Seilfahrgerät in einem Sitzgurt hängend von einem Sessel zum nächsten fahren, zum Fahrgast hinunterklettern, diesen abseilen und dann wieder hochklettern.
Wiltschnigg: "Wir haben uns am Markt umgeschaut, um das zu verbessern." Man ist fündig geworden und nun hängen die Bergretter zwischen Seilfahrgerät und Sitzgurt eine Seilrolle ein. Dieses System macht es möglich, dass sich der Retter ohne komplizierte Turnerei zum Fahrgast ab- und wieder hochseilen kann.
Die Mürzzuschlager Bergretter haben erst kürzlich die neue Technik mit den Kameraden der Ortsstellen Neuberg und Kindberg im Rahmen einer Übung erfolgreich getestet. Das System hat noch einen weiteren großen Vorteil: Für die am Sessellift gefangenen Fahrgäste geht die Bergung schneller, das Zittern in der Kälte hat rascher ein Ende.














