Auf der Scheibe ist ein Windpark in Planung
Viel Interesse zeigte die Bevölkerung an der Präsentation eines Windparks auf der "Scheibe" bei Mürzzuschlag. Die Meinungen zu diesem Projekt sind naturgemäß geteilt.

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Weil das Vorhaben bereits im Amtsblatt der Stadt Mürzzuschlag vorgestellt worden war, wollte die Bevölkerung mehr wissen: 150 Besucher kamen kürzlich ins Kunsthaus, wo das Windparkprojekt auf der Scheibe präsentiert wurde.
Robert Lotter, Geschäftsführer der "Viktor Kaplan Akademie für Zukunftsenergien" stellte einleitend die energiepolitischen Möglichkeiten der Windkraft vor. Stefan Moidl, Geschäftsführer der "Interessengemeinschaft Windkraft", schilderte die Lage der Windkraft in Österreich: Während Deutschland bereits 27.000 Megawatt Leistung installiert hat, liegt Österreich bei 1011 und die Steiermark bei 51 Megawatt.
Das könnte bald mehr werden, denn die Kaplan-Akademie, die seit 2005 einen Windpark auf dem Moschkogel betreibt, möchte auf der "Scheibe" direkt über Mürzzuschlag einen Windpark errichten: Sechs Räder mit je 2,3 Megawatt Leistung sollen jährlich 32 Millionen Kilowattstunden Strom liefern - das reicht für 8000 Haushalte.
Naherholungsgebiet
Die erste Frage war erwartungsgemäß, was das für das Naherholungsgebiet Scheibe heißt. Lotter: "Die Scheibe bleibt als Wanderziel erhalten. Viele Windparks ziehen sogar zusätzliche Besucher an." Eine weitere Sorge: "Wird man nicht für die Zufahrtsstraßen große Wunden in die Natur schlagen?" Lotter: "Die jetzige Straße lässt sich mit vernünftigem Aufwand ausbauen." Ein Mann fragte, warum man nicht vom Steinriegel zum Stuhleck 20 Räder aufstellt, um die Windparks nicht so verstreut zu bauen. Dies wäre aber erstens kaum bewilligungsfähig und hängt zweitens an den Grundeigentümern.
Grundeigentümer auf der Scheibe ist die Stadt Mürzzuschlag. Bürgermeister Karl Rudischer hält es für ein "interessantes Projekt", wie er sagte. Bevor der Gemeinderat zustimmt, will er aber hören, wie es in der Bevölkerung aufgenommen werde.
Nun, nicht alle zeigten sich begeistert, aber die Ablehnung hielt sich in Grenzen. Zuletzt meinte die Almhalterin vom Moschkogel: "Die Windräder sind einfach schön, ob in der Sonne oder im Morgennebel. Und die Kühe sind auch damit zufrieden."














