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STEIRER DES TAGES

"Eine fast untypische Karriere"

Der Bezirk Mürzzuschlag schickt Markus Zelisko (SPÖ) in den Landtag. Mit seinen 29 Jahren ist er damit der jüngste Abgeordnete.

 
Das glatte Eis der Politik dürfte Markus Zelisko nicht viel anhaben können, denn seine ersten Schritte in die Politik tat er auf dem Eis. "Wir durften bei der Eisdisco der Jungen Generation in Kindberg Platten auflegen", erinnert sich Zelisko an seine erste Begegnung mit der Politik. Dabei kam der damals 13-jährige Kindberger mit der Jungen Generation der SPÖ in Kontakt - und blieb.

Heute bezeichnet Zelisko, der in der Versicherungsbranche tätig ist, seinen politischen Werdegang als "eine fast untypische Karriere, weil ich kein Quereinsteiger bin". Zelisko ist eigentlich "gelernter" Politiker. Seine Lehrjahre absolvierte er in der Jungen Generation, dessen Bezirksvorsitzender er bis 2007 war, zur Zeit ist er stellvertretender Landesvorsitzender. Die Vorteile dieses Weges sind für Zelisko klar: "Ich kenne die Leute und ich weiß, worauf ich mich einlasse."

"Er will es und hat sich schon sehr bewährt", begründete Stöhrmann seine Entscheidung, den Nachwuchspolitiker in die Position des Landtagsabgeordneten zu entsenden. Bernd Stöhrmann - oft als Zeliskos politischer Ziehvater bezeichnet - hat ihn im Vorjahr zu seinem Nachfolger gemacht: Als Bezirksvorsitzender der SPÖ in Mürzzuschlag und letztendlich auch als Landtagsabgeordneter. Wenngleich eines fehle, so scherzte Stöhrmann kürzlich: "Als Landtagsabgeordneter sollte man ein paar Semester als Gemeinderat verbracht haben." Das hat Zelisko nicht.

Dafür initiierte und verwirklichte Zelisko den Mürztaler Nachtbus, das mag dieses "Defizit" wieder ausgeglichen haben. Zelisko ist in Kindberg daheim, verheiratet und bei der Feuerwehr Kindberg-Hadersdorf engagiert.