Stauraum ohne Ausweg
Bis Oktober gibt es auf der B 320 täglich kilometerlange Staus, weil man bei Wörschach keine Baustellen-Umfahrung zusammengebracht hat.
Der Verkehr und das Ennstal passen nicht zusammen. Nicht nur, was die längst überfällige Straßenlösung betrifft. Auch bei kleineren Baustellen spießt es sich. Über Monate nimmt man etwa auf der B 320 täglich kilometerlange Staus und Wartezeiten in Kauf, weil in Wörschach eine kleine Brücke saniert und eine Lärmschutzwand aufgestellt wird. Für die Baustelle auf der hochrangigen Straße hat man eine Ampel mit Gegenverkehrsregelung aufgestellt.
"Dabei wäre es anders geplant gewesen", erklärt Gerhard Taschler, Chef der Baubezirksleitung Liezen. "Wir wollten eine Baustellen-Umfahrung in Fahrtrichtung Liezen durch den Wörschacher Ortsteil Maitschern einrichten. Das hat uns die Behörde jedoch untersagt. Die Gemeinde Wörschach wollte das nicht - obwohl die Lärmschutzwände genau für die Anrainer in diesem Bereich errichtet werden", wundert sich Taschler selbst.
Also sei nichts anderes übrig geblieben, als eine Ampellösung zu installieren. Warum man das gesamte Baulos nicht rascher abwickeln kann, erklärt Taschler so. "Bei der Brücke handelt es sich um eine kleinteilige Betonsanierung, die nur von einer begrenzten Zahl von Arbeitern ausgeführt werden kann. Die würden sich sonst im Weg stehen." Außerdem müsse man gewisse Aushärtezeiten beim Betonieren abwarten. "Es würde nichts bringen, wenn wir Nachtschichten einlegen."
Bitte um Verständnis
Bis Ende Oktober werden die Arbeiten noch dauern und mit ihnen auch die Stausituation. "Wir bitten die Verkehrsteilnehmer um Verständnis und Disziplin", so Taschler (Bild), der von völlig entnervten Lenkern berichtet, die an bereits vor der roten Ampel stehenden Autos vorbeibrausen. "So etwas bringt nicht nur den Ampelrhythmus, der die Warteschlangen registriert und entsprechend umschaltet durcheinander, sondern ist für alle Beteiligten extrem gefährlich."







