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Zuletzt aktualisiert: 22.05.2010 um 22:19 UhrKommentare

Rafting: Vier Personen gerettet

Großeinsatz für die Rettungskräfte: Auf der Salza und auf der Koppentraun kenterten am Samstag zwei Rafting-Boote. Drei Freizeitsportler wurden abgetrieben. Einer von ihnen musste über eine Stunde reanimiert werden.

Foto © AP/Sujet

Dramatischer Rettungseinsatz Samstagnachmittag im Grenzgebiet Oberösterreich/Steiermark: Gegen 13.30 Uhr kenterte auf der Koppentraun im Bereich der sogenannten Koppenbrüllerhöhe ein mit sechs Personen besetztes Rafting-Boot. Drei Freizeitsportler wurden abgetrieben. Einer konnte von den Kollegen im zweiten Boot gerettet werden. Er blieb unverletzt. Der andere Rafter rettete sich selbst ans Ufer, zog sich dabei aber eine schwere Unterkühlung zu.

Der dritte Mann wurde vom Bootsführer leblos ans Ufer gezogen und so lange versorgt, bis die Rettungskräfte eintrafen. Das dauerte 20 Minuten, denn die Unfallstelle befindet sich in unwegsamem Gelände. Der Verunglückte wurde vom Notarzt über eine Stunde lang reanimiert, bis er mit dem Rettungshubschrauber nach Salzburg geflogen werden konnte.

Insgesamt hatten an der organisierten Rafting-Tour zwölf Burgenländer teilgenommen. Sie waren mit zwei Booten unterwegs, als der Unfall geschah.

Auch Steirer im Einsatz

An der Rettungsaktion auf oberösterreichischem Gebiet beteiligten sich auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Unterkainisch, Bad Aussee sowie das Rote Kreuz und die Polizei von Bad Aussee.

Fast genau eine Stunde später rückten Feuerwehren, Bergrettung, Polizei, das Rote Kreuz zwei Rettungs- und ein Polizeihubschrauber zu einem Rafting-Unfall nach Wildalpen, Bezirk Liezen, aus. In der Salzach war ein Paar aus Tschechien mit einem Zweier-Boot in der Hochwasser führenden Salza gekentert. Der 47-jährige Mann konnte sich selbst an Ufer retten, seine 35-jährige Frau wurde von den Fluten mitgerissen. Mehrere Rafting-Sportler, die sich am Ufer aufhielten, beobachteten das Geschehen und versuchten, die Frau mit Wurfsäcken zu bergen.

Als dies nicht gelang, fuhren sie mit ihren Autos flussabwärts und wollten neuerlich versuchen, die Tschechin zu retten.

Was die Helfer nicht sehen konnten - die Frau hatte inzwischen das Ufer auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses erreicht. "Gerade als wir mit der Suche beginnen wollten, tauchte sie auf", so Einsatzleiter Siegmund Schnabl vom Bezirkspolizeikommando Liezen.

HANS BREITEGGER

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