Die Perchten gehen um: Einfach zum Gruseln
Wenn sich Beelzebub und Frau Perchta die Hörner reichen: Die Perchten gehen um!

Foto © Sonja HaiderGleich 400 Perchten aus 37 verschiedenen Gruppen hatten sich am Samstagabend in Fohnsdorf versammelt
Die Fratzen sind scheußlich, die Krallen an den Klauen Furcht einflößend und das lärmende Gebrüll und Kettenrasseln ein wahres Höllenspektakel. Aus den ewigen Flammen entstiegen, haben sie am Wochenende in der Steiermark Einzug gehalten: Hunderte schaurige Perchten, gekommen, um Angst und Schrecken zu verbreiten.
Mitgebracht haben sie nicht nur die grauenhaften Masken und den zotteligen Pelz, auch der Winter ist mit ihnen ins Land gezogen. Doch der himmlische Niederschlag konnte das Temperament der höllischen Gestalten nicht abkühlen und so wurde es schaurig-gruselig im Land.
Besonders ungemütlich hatten es die Kreaturen in Wildbalpen, denn sind sie sonst nur höllisch-warme Temperaturen gewöhnt, mussten die 300 Teilnehmer des Salzataler Krampuslaufs dem starken Schneefall trotzen.
Gleich 400 Perchten aus 37 verschiedenen Gruppen hatten sich am Samstagabend in Fohnsdorf versammelt und unter der Schirmherrschaft der "Gruab'n Perchten" sorgten Feuerspeier, Frau Perchta und der Sensenmann persönlich für den Gruselfaktor.
Nikolaus. Bevor es beim Perchtenlauf in Laßnitzhöhe so richtig fürchterlich wurde, besuchte der Nikolaus die braven Kinder schon am Nachmittag und belohnte sie mit Geschenken. Die nicht ganz so Braven hatten sich dann in Sicherheit zu bringen, denn kaum wurde es dunkel, kamen auch schon die Perchten mit Hörnern und Ruten angefahren.
800 Zusehern. Zur gleichen Zeit wurde auch den rund 800 Zusehern beim Grafendorfer Perchtenlauf so richtig eingeheizt, denn nimmt ein teuflischer Gesell Tuchfühlung auf, kann einem schon heiß werden. Die Hölle muss am Wochenende leer gewesen sein, denn auch in Mürzzuschlag, Pischelsdorf, Thal und Hart geisterten die Perchten um.









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