Sperrstund´ in der Hütte
Der Alpenverein hat keinen Pächter für die Klinke-Hütte gefunden: Erstmals Sperre in der Wintersaison. Rodelbahn wird vom Stift betreut.

Foto © www.freizeitkarte.at Die Klinke-Hütte bleibt in diesem Winter geschlossen, Rodeln ist aber trotzdem möglich
Das erste Mal seit Bestehen der Klinke-Hütte auf der Kaiserau bei Admont gibt es in dieser Saison keinen Winterbetrieb. "Der letzte Pächter hat uns im vergangenen Sommer nach drei Jahren verlassen und wir haben ein halbes Jahr lang verbissen nach einem Nachfolger gesucht, aber keinen gefunden", erklärt Ernst Kren, Vorsitzender des Alpenvereins Admont-Gesäuse, seit 1959 Besitzer der Hütte. Kren geht aber davon aus, dass bis zur Sommersaison eine Lösung gefunden wird. "Wir warten jetzt noch bis März ab, aber vier, fünf Bewerber haben wir bereits."
Die rund fünf Kilometer lange Straße (im Besitz des Stiftes Admont) von der Kaiserau zur Hütte ist eine beliebte Rodelstrecke und wurde immer von den Hüttenwirten präpariert. Da die Hütte geschlossen ist, war dies heuer nicht immer garantiert und führte zu einer Verwirrung unter Rodelfreunden.
"Das Stift führt die Räumung jetzt selbst durch, es kann also gerodelt werden", weiß Ernst Kren. Allerdings erfolge die Räumung nicht ganz bis zur Hütte, "sondern endet zwei Kehren vorher, etwa zehn Gehminuten vor der Hütte". Momentan sei der Weg bis knapp vor der Hütte begehbar, weil ein Jäger dort mit einem Schneefahrzeug unterwegs sei und auch die Tourenschifahrer den Weg für die Rodler bereiten würden, so Kren.
Derzeit seien österreichweit "20 bis 30 Hütten alpiner Vereine nicht bewirtschaftet", beklagt Kren, Grund dafür seien die immer schärferen behördlichen Auflagen. "Wir brauchen für die beiden Hütten unserer Sektion pro Jahr etwa 7000 Euro nur dafür, dass die Hütten so dastehen, wie sie sind." Öffentliche Unterstützung gebe es kaum, obwohl die Hütten ein wesentlicher Faktor der Tourismuswirtschaft seien. Die Klinke-Hütte sei aber sehr gut frequentiert "und durchaus lebensfähig".







