Trieben fehlt die Mitgift
Eine Fusion mit Trieben können sich Gaishorn und Treglwang nicht vorstellen. Die leeren Kassen wirken auf die Nachbarn abschreckend.
Nächste Runde der Fusionsgespräche, heute bittet das Land die Gemeinden Trieben, Gaishorn und Treglwang an einen Tisch. Kürzlich hat bereits (wir berichteten) zur großen Überraschung ein Verkuppelungsversuch von Trieben und Hohentauern stattgefunden, diese bezirksübergreifenden Pläne aus Graz wurden von beiden Seiten nicht sonderlich euphorisch kommentiert.
Die Freude über einen Zusammenschluss mit Trieben hält sich auch in Gaishorn in engen Grenzen, Bürgermeister Manfred Jansky (ÖVP) und der Gemeindevorstand können sich - wenn schon - eher eine Fusion nur mit Treglwang vorstellen. "Oder man macht gleich eine große Lösung Paltental, also mit Rottenmann, Trieben, Treglwang und Gaishorn", so Jansky.
Ihn schreckt vor allem die finanzielle Lage von Trieben ab, "ohne allerdings zu wissen, ob das Land in so einem Fall Mittel zur Verfügung stellen würde". Außerdem sei zu befürchten, dass bei einer Fusion dann auch in Gaishorn analog zu Trieben Gebühren erhöht werden müssten. Johann Grössing (ÖVP), Bürgermeister von Treglwang, sieht es ähnlich: "Wenn schon Reformen, die ich jetzt nicht grundsätzlich werten will, dann gleich eine große Lösung mit Trieben, Rottenmann und eben den kleinen Randgemeinden dazu." Bei einer Dreier-Lösung mit Trieben befürchtet auch er finanzielle Nachteile: "Die vorhandenen Mittel werden dann direkt in Trieben gebraucht werden, und der Rest zahlt drauf. Das ist jetzt aber keine Spitze gegenüber Trieben, die Fakten sind einfach so."
Einem Zusammenschluss von Gaishorn und Treglwang kann Grössing nicht viel abgewinnen: "Das bringt mehr Arbeit als Nutzen. Beides sind Abgangsgemeinden, was soll dabei Sinnvolles herauskommen?" Beide Gemeinden zusammen würden außerdem über den Status einer Kleingemeinde nicht hinauskommen: "Wir haben insgesamt nur rund 1400 Einwohner", rechnet Grössing vor.








