Trieben: Minus kleiner als geplant
Der Abgang in Trieben war 2011 deutlich geringer als angenommen, der Schuldenstand wurde verringert. Aber die Altlasten drücken schwer.
Wir freuen uns sehr, aber in der Gesamtsicht wäre es verfehlt, in Euphorie auszubrechen", kommentiert Bürgermeister Helmut Schöttl den aktuell beschlossenen Rechnungsabschluss für das vergangene Haushaltsjahr 2011. Der Abgang ist mit 97.000 Euro deutlich niedriger als prognostiziert und um ein Vielfaches geringer als im Jahr 2010 mit einem Minus von 622.000 Euro. Erreicht wurde dies durch höhere Einnahmen (etwa eine halbe Million Euro mehr als im Voranschlag geplant) und um rund 185.000 Euro weniger Ausgaben. Die Mehreinnahmen stammen vor allem aus Kommunal- und Grundsteuern, außerdem sind die Ertragsanteile gestiegen. "Das wird aber nicht so bleiben, denn durch die höhere Finanzkraft der Stadt sinken die Ertragsanteile wieder", so Schöttl. Enorm gesenkt wurden die Energiekosten: Strom von über 109.000 Euro im Jahr 2008 auf aktuell 68.000 Euro, für Gas werden jetzt rund 79.000 Euro ausgegeben, vormals waren es gut 103.000 Euro. "Wir haben den Anbieter gewechselt, und der Entfall des Hallenbades bringt viel, aber wir sparen in den öffentlichen Gebäuden konsequent Energie, auch bei der Straßenbeleuchtung, daran haben sich die Leute bereits gewöhnt", erklärt Finanzreferent Gernot Knoll.
Die Einnahmen betrugen im ordentlichen Haushalt rund 8,2 Millionen Euro, die Ausgaben rund 8,3 Millionen. Im außerordentlichen Haushalt gibt es mit dem Überschuss aus 2010 ein Plus von 240.000 Euro. Der Schuldenstand beträgt knapp 20 Millionen Euro, dazu kommen 4,3 Millionen an Leasingverpflichtungen und 2,3 Millionen an Haftungen. Projekte in diesem Jahr sind die dringend erforderliche Sanierung der Volksschule samt Neuerrichtung des Turnsaales, Betreutes Wohnen für 19 Menschen, die Fortsetzung der Sanierung des Freizeitheimes und die Wiedereröffnung des Jugendzentrums, diese ist bereits für Mai vorgesehen.








