Kampf köchelt kleinweise
Im Bezirk Liezen läuft der Arbeitskampf noch auf Sparflamme, am Montag könnte sich das aber ändern, Streikbeschlüsse gibt es bereits.

Foto © PrivatBetriebsversammlungen (Bild: RHI Trieben) und Streikbeschlüsse, aber im Bezirk drehen sich die Räder noch
Noch stehen in der Metallbranche nicht alle Räder flächendeckend still, die Gewerkschaft hat sich für einen stufenweisen Arbeitskampf entschieden. Während gestern auch einige steirische Großbetriebe bereits befristet von 6 bis 24 Uhr bestreikt wurden, herrschten in den Unternehmen des Bezirkes Liezen weitgehend normaler Arbeitsbetrieb und Ruhe - allerdings ist das die Ruhe vor dem Sturm, wenn nicht bis spätestens Montag eine Annäherung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern erfolgt.
Betriebsversammlungen und kurze Warnstreiks gab es bei Georg Fischer in Altenmarkt, der Veitsch-Radex (RHI) in Trieben und bei Maco in Trieben, in der Maschinenfabrik Liezen (MFL) gab es Teilversammlungen. Die Belegschaften der drei erstgenannten Unternehmen haben bereits Streikbeschlüsse für Montag gefasst, in der Maschinenfabrik wurde noch nicht über weitere Kampfmaßnahmen abgestimmt.
Schluss mit lustig
"Bei uns fallen alle Beschlüsse für die Produktionsstandorte konzernweit", erklärt Dietmar Willnauer, Betriebsratsvorsitzender der Angestellten bei RHI Trieben. Die Versammlung fand bereits am Donnerstag statt, gestern wurde in der Veitsch-Radex normal gearbeitet, am Montag wird der Zentralbetriebsrat je nach aktueller Verhandlungssituation weitere Maßnahmen beschließen.
"Wir sind gewillt, den Arbeitskampf zu führen, wenn es notwendig ist, wir werden nicht locker lassen, die Zeiten in denen wir uns viel gefallen lassen haben, sind eindeutig vorbei, jetzt ist Schluss mit lustig", so Willnauer.
Dietmar Willnauer betont aber gleichzeitig auch: "Wir sind entschlossen, unsere Forderungen durchzusetzen, werden dabei aber ganz sicher auch das nötige Fingerspitzengefühl walten lassen."








