Landesrat fehlt die Basis
Die freie Fahrt für freie Brummis scheint nicht in Gefahr: Verkehrslandesrat sieht keine objektive Grundlage für Beschränkung auf B 114.

Foto © Rotes Kreuz LiezenDie Tauernstraße ist ein gefährliches Pflaster: Bewohner fordern Tonnagebeschränkung, Politik reagiert zögerlich
Die Tauernstraße zwischen Trieben und dem Murtal ist am kommenden Freitag Sperrgebiet, zwischen 13 und 18 Uhr wird die Strecke für den gesamten Verkehr gesperrt. Mit der Blockade wollen die Bürgermeister der Anrainergemeinden und Bewohner ihrer Forderung nach einer 7,5-Tonnagebeschränkung Nachdruck verleihen.
Die Aussicht auf Erfolg ist allerdings endenwollend, Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann macht der geplagten Bevölkerung wenig Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation: "Dafür fehlen die objektiven Grundlagen, die Zahlen lassen keine Möglichkeit, sagen mir Experten." Die bei Verkehrszählungen erhobenen Daten würden keine Grundlage für einen Handlungsspielraum bieten. "Die Fachleute sagen mir, dass ein Verbot nicht halten würde." Die Gemeinden haben eigenständige Zählungen durchgeführt, die etwa eine doppelt so hohe Lkw-Dichte aufwiesen wie jene der Verkehrsabteilung des Landes. "Die Wahrheit wird vermutlich irgendwo in der Mitte liegen", so Kurzmann, er könne sich aber nur auf die Zahlen aus seiner Abteilung verlassen.
Auf die Frage, ob er die Strecke jemals selbst befahren und welchen Eindruck er dabei gewonnen habe, sagte Kurzmann: "Ja, natürlich, sogar hinter einem Laster her. Es stimmt schon, der nicht ausgebaute Teil ist sicher nicht gut für Lkw geeignet." Die gefühlte Belastung der Bevölkerung könne er "sehr gut verstehen und nachvollziehen", für Abhilfe sehe derzeit aber kaum Möglichkeiten. "Ich werde mich aber mit den Vertretern der Frächter zusammensetzen und die Problematik thematisieren."









