Kampfhund zum Abgeben
Nach den Vorfällen mit Kampfhunden in den letzten Wochen geht das Tierheim Trieben über. Viele Menschen wollen die Hunde los werden.

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Siegfried Nagl, Leiter des Tierheims in Trieben, hat schon viel erlebt. Derzeit ist er jedoch mit einem Wunsch konfrontiert, den es so bisher noch nie gab. "Drei bis vier Mal pro Woche ruft jemand an, um seinen Hund abzugeben. Wenn die Leute keine Rasse dazusagen, weiß ich schon, welche gemeint sind: Stafford Terrier, Pitbulls, Rottweiler oder Dobermann." Alles so genannte "Kampfhunde", die viele Menschen plötzlich los werden wollen. Hintergrund dürften die Zwischenfälle mit solchen Tieren in den vergangenen Wochen sein beziehungsweise die damit verbundene Diskussion um Hundeführerschein oder höhere Hundesteuern der Gemeinden für diese Rassen.
Statussymbol
"Solche Hunde können meist nicht im Rudel mit anderen gehalten werden. Deshalb ist das Tierheim bei uns bereits voll", so Nagl, der derzeit noch ein Phänomen beobachtet. "Es melden sich hauptsächlich junge Leute, die diese Hunde los werden wollen." Der Fachmann vermutet, dass in gewissen Kreisen gerade mit solchen Rassen Anerkennung und Zustimmung gesucht werden. Für manche Halbstarke sei der Hund quasi ein Statussymbol.
"Problematisch dabei ist auch, dass es nicht viele seriöse Anbieter dieser Hunderassen gibt. Wenn man sich schon so ein Tier anschafft, dann muss das wirklich gut überlegt sein", rät Nagl. Informationen dazu gibt es auch direkt beim Tierheim Trieben unter Tel. 0650-33 58 895.







