Höllenritt mit Schwer-Lkw
Lenker saß mit 1,66 Promille am Steuer eines 40 Tonnen schweren Lkw-Zuges. Die Autobahnpolizei Trieben zog ihn aus dem Verkehr.
Die Anhaltung des schwer alkoholisierten Lkw-Lenkers gestaltete sich für die Streife der Autobahnpolizei Trieben Mittwoch Nacht gegen 23 Uhr zum gefährlichen Hindernisrennen: "Es war schwierig, das Fahrzeug zu überholen, denn der Fahrer war in Schlangenlinien zwischen dem Pannenstreifen und beiden Spuren unterwegs", schildert ein Autobahnpolizist.
1,66 Promille. Auf Höhe Rottenmann setzten sich die Polizisten schließlich vor das Schwerfahrzeug, leiteten es von der Autobahn ab und dirigierten den Lenker des 40-Tonners zu einer Tankstelle. Der Alkotest ergab 1,66 Promille - dem 44-jährigen gebürtigen Bosnier wurde an Ort und Stelle der Führerschein abgenommen. "Besonders einsichtig hat er sich nicht gezeigt, dass er andere Verkehrsteilnehmer massiv gefährdet hat, schien ihn nicht zu beeindrucken. Uns gegenüber hat er nur zugegeben, dass er zu Mittag zwei Bier getrunken hat", so einer der einschreitenden Polizisten.
Aufgefallen war der Lkw-Zug mit Grazer Kennzeichen, unterwegs Richtung Linz, einer Autofahrerin aus Mürzzuschlag, sie alarmierte die Polizei. Das Kuriose: Mit an Bord des Schwerlasters war ein Freund des Lenkers, der bei der Spedition als Fahrer anheuern will. "Dieser Beifahrer war stocknüchtern und hat dann auch nach Rücksprache mit dem Frächter die Fahrt fortgesetzt, denn das Ladegut bestand aus Frischfleisch, das rasch ans Ziel transportiert werden musste. Warum sich der nüchterne Beifahrer von einem Alkoholisierten fahren lässt, ist mir ein Rätsel", wundert sich die Polizei. Der Lenker wird angezeigt.







