Ausgezeichnet geholfen
Zwei Polizisten der Inspektion Trieben retteten ein Menschenleben und verhinderten vermutlich eine Katastrophe - jetzt gab's dafür Ruhm und Ehre.

Foto © Privat
Es waren dramatische Szenen, die sich an diesem 19. Juni des Vorjahres - es war ein Donnerstag - in Gaishorn abgespielt hatten: Am Nachmittag hatte sich ein damals 36-jähriger Rumäne in seinem Wohnhaus im Ortsteil Au eingeschlossen und wollte sich im Keller erhängen - zuvor hatte er den Haupthahn der Gasleitung geöffnet, alle Ritzen und Spalten des Hauses abgedichtet, brennende Kerzen aufgestellt: Er wollte das Haus zur Explosion bringen. Nachbarn bemerkten den Gasgeruch und schlugen über die Gas-Notrufnummer 128 Alarm. Techniker der Energie Steiermark, Feuerwehr und Polizei rückten zum Einsatz aus. Auf das Klopfen antwortete niemand, aber als aus einer Maueröffnung ein Fetzen herausgezogen wurde, erfolgte Gegendruck von innen. Damit war klar: Es handelte sich um keinen normalen Gasaustritt.
Gruppeninspektor Helmut Schöttl von der Polizeiinspektion Trieben schlug mit einem Ziegelstein ein Kellerfenster ein, er, sein Kollege Gerhard Eingang und die Techniker drangen durch das Fenster in den Raum ein und entdeckten den Mann, der durch Erhängen aus dem Leben scheiden wollte und an einem Hanfseil baumelte. Den beiden Polizisten gelang es unter enormer Kraftanwendung und mit Unterstützung der Mitarbeiter von Energie Steiermark den sich heftig wehrenden Mann zu retten.
"Goldenen Medaille am roten Bande". Dafür wurden Helmut Schöttl und Gerhard Eingang jetzt von Innenministerin Maria Fekter mit der "Goldenen Medaille am roten Bande" ausgezeichnet. "Die Polizisten haben unter Einsatz des eigenen Lebens, durch perfekte Zusammenarbeit, couragierten und engagierten Einsatz das Leben anderer Personen gerettet", betonte Fekter in ihrer Festansprache. Lebensretter werde man nicht durch langes Überlegen, sondern nur dann, "wenn man Zivilcourage hat und diese auch lebt".








