Gemeinde Ausseerland bleibt Wunschdenken
Altaussee wird allein bleiben und Grundlsee will nicht allein mit Bad Aussee fusionieren. Damit bleibt eine Ausseerland-Gemeinde weiterhin Fiktion.

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Als das Projekt noch Regionext hieß, war das Steirische Salzkammergut Vorzeigemodell: Sechs Gemeinden, von Altaussee bis nach Tauplitz, arbeiteten zusammen. Jetzt geht es um die Fusion und hier sieht alles ganz anders aus: Eine Großkommune mit allen sechs Gemeinden ist nicht (mehr) vorgesehen und auch im Ausseerland selbst stehen die Zeichen auf Sturm: Altaussee wird alleine bleiben. Das hat auch das Land signalisiert, indem offenbar nur Bad Aussee und Grundlsee zum Gespräch gebeten wurden.
"Wurstellösung"
Während Bad Aussee nur gewinnen kann, ist vor allem in Grundlsee der Unmut darüber groß. "Entweder es gibt eine Ausseerland-Lösung mit Altaussee, Bad Aussee und uns, oder wir bleiben allein", legt sich der Grundlseer Bürgermeister Herbert Brandstätter (SPÖ) fest. Für eine "Wurstellösung" sei er keinesfalls zu haben. Dahinter stünde auch einstimmig der Gemeinderat, was man dem Land auch mitgeteilt habe. "Nichts gegen Altaussee, aber unsere Finanzen sind im Vergleich hochweiß. Der Erhalt der Eigenständigkeit dort ist wohl politisch motiviert." In Altaussee ärgert man sich über solche Ansagen. "Bei der Bürgermeisterkonferenz aller sechs Salzkammergut-Gemeinden haben wir vereinbart, dass sich kein Ortschef in die Autonomie der anderen einmischt. Derzeit machen das alle fünf", so Bürgermeister Herbert Pichler (ÖVP).
Man habe jedenfalls hart dafür gekämpft, um alleine bleiben zu können. "Wir haben innerhalb von fünf Jahren drei Millionen Euro an Schulden abgebaut. Der Ausblick ist positiv und wir sind mit rund 1800 Einwohnern die größte von den kleineren Salzkammergut-Gemeinden",
Abgesehen davon: Was Brandstätter ärgert, sind die Zahlen, mit denen das Land die Fusionen einleitet: "Uns wurde gesagt, Grundlsee habe eine Abwanderung von fast zehn Prozent. Das stimmt ganz einfach nicht - da wurde etwa nicht einmal berücksichtigt, dass gesetzlich die Option mit zwei Hauptwohnsitzen abgeschafft wurde."








