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Altaussee Ortschef als Dirigent Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Nachrichten aus Stainach und Umgebung Nächster Artikel Ein donnernder Bier-Empfang in   
Altaussee Ortschef als Dirigent
    Zuletzt aktualisiert: 22.01.2012 um 05:00 UhrKommentare

    Die zwei Klassen der ÖBB

    Zwei Klassen sind bei der Bahn nichts Ungewöhnliches. Doch selbst wer nur Erste Klasse fährt, darf sich wundern, wie unterschiedlich Luxus auf der Strecke Innsbruck-Graz sein kann.

    Foto © AP

    Ich gebe es zu - Innsbruck, das ist von Graz aus nicht der nächste Weg. Mit dem Auto braucht's für die rund 450 Kilometer mehr als vier Stunden - mit dem Zug fünf Stunden 59 Minuten. Im günstigsten Fall. Sprich: von Innsbruck nach Graz genau einmal pro Tag, in der Früh ab 8.24 Uhr. So eine Fahrt kann sich allerdings auch über zwölf Stunden und 38 Minuten ziehen - der andere Extremfall.

    Durchgehende Züge von Innsbruck nach Graz sind mittlerweile rar gesät. Es gibt genau noch zwei - eben jenen um 8.24 Uhr oder einen, für den man früh aufstehen muss. Besser noch, man legt sich gar nicht nieder: Der startet um 0.58 Uhr und kommt in Graz um 7 Uhr früh an.

    Wieso die Entscheidung trotzdem für den Zug fällt? Neuschnee im Westen, Glatteisalarm für den Raum Salzburg, Oberösterreich - wenn das keine Argumente sind, das Auto stehen zu lassen und einzusteigen! Und weil's so bequem ist: erste Klasse, bitte.

    Komfort pur

    Railjet 567. Abfahrt 16.09 Uhr. Einmal eintauchen in komfortable dunkle Sitze und der Dinge harren, die da kommen: ein Getränk und ein Schokosnack - "zur Begrüßung", gratis. Zeitungen so und so. Der georderte Kaffee wird an den Platz serviert - das Essen auf Wunsch auch, steht zumindest in einem Folder, dessen Angebot nicht viele Wünsche offen lässt.

    Inzwischen: Blick aus dem Fenster oder auf den Bordcomputer, der die Uhrzeit, die Fahrzeit, die Strecke und den Standort anzeigt. Diese Fahrt dürfte ruhig endlos dauern - aber leider: Nach einer Stunde 49 Minuten ist Schluss. Nicht für die Passagiere auf der Westbahnstrecke, die jagen mit abenteuerlicher Geschwindigkeit und wenigen Stopps weiter Richtung Wien.

    Aber für unsereins.

    Einmal umsteigen, bitte. Zum Glück nur einmal - bei den meisten anderen Verbindungen zwischen Innsbruck und Graz müsste man den Zug öfter wechseln, in einem Fall sogar viermal. Und das ist nicht die langsamste.

    EC 219. Abfahrt 18.15 Uhr. Er hat schon eine lange Fahrt hinter sich (der Zug kommt aus Frankfurt am Main) - und noch 14 Stationen vor sich. Salzburg Süd, Hallein, Golling-Abtenau, Werfen, Bischofshofen, Radstadt, Schladming, Stainach-Irdning, Liezen, Selzthal, Stadt Rottenmann, St. Michael in Obersteiermark, Leoben, Graz. Lerne deine Heimat kennen.

    Die Aussicht ist - tageszeitlich bedingt - schon eine beschränkte, die Innenansicht auch nicht wirklich mit dem Railjet zu vergleichen. Weder im Wagen und schon gar nicht auf den Toiletten.

    Begrüßungsgetränk? Schokosnack? Platzservice?

    Dass es im Zug nur eine "Minibar" gibt, wird schon am Hauptbahnhof in Salzburg vorgewarnt - die muss man dann halt suchen: ein vollgestelltes Abteil, ein leicht verzweifelt wirkender Angestellter, gerade mit der Abrechnung fertig (es ist nicht mehr so weit bis Graz). Bevor er noch nach den Wünschen fragt, macht er gleich einmal klar: Warme Getränke gibt's keine mehr. Ein Mineral schon - sagt er und fischt aus den Kisten in der Gepäckablage eine Flasche. Warum hat er zuerst gewarnt, dass es keine warmen Getränke mehr gibt?

    Sechs Stunden 14 Minuten

    Gern würde ich behaupten, die letzte Stunde verging wie im Flug, aber sie verging. Immerhin. Fazit: Sechs Stunden 14 Minuten heruntergebogen. Viel gelesen, Computer gespielt, geschlafen, Nerven und dank Vorteilscard auch Geld gespart.

    Ankunft 22.23 Uhr. Das letzte Stück geht's jetzt noch mit dem Rad. Das trägt an dem Gefühl, gerädert zu sein, allerdings am wenigsten Schuld. Mit dem Auto wär das Gefühl vermutlich noch schlimmer. Allerdings: Haus zu Haus wär ich schon seit drei Stunden daheim.

    BEATE PICHLER

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