Einblick in dunkle Löcher
In den Tunnels stehen die Autofahrer rund um die Uhr unter Beobachtung - im Fall des Falles kann blitzartig eingegriffen werden.

Foto © U.GROSS Eröffneten die Tunnelwarte in Liezen: Karl Lautner, Straßenerhaltungsdienst und Landesrat Gerhard Kurzmann
In der Straßenmeisterei Liezen wurde gestern die neue "Tunnelwarte Nord" des Landes ihrer Bestimmung übergeben. "Es ist eine der modernsten Überwachungsanlagen, wir sind aber keine Geheimagenten, sondern haben nur die Sicherheit im Auge", betonte Karl Lautner, Leiter des Landes gestern bei der feierlichen Eröffnung. Liezen ist die erste Anlage dieser Art, die das Land betreibt (auf den Autobahnen überwacht die Asfinag), demnächst soll eine zweite in Hausmannstätten in Betrieb genommen werden. "Die Erstinstallation erfolgte 2000 nach Fertigstellung der Wanne Stainach, mittlerweile überwachen wir zehn Tunnels und Unterflurtrassen, nicht nur im Bezirk, sondern auch darüber hinaus", so Lautner.
Die Überwachung erfolgt ganzjährig, 24 Stunden am Tag, in einem Turnusdienst sind sechs Personen beschäftigt, zusätzlich sind immer zwei Elektriker für die Wartung einsatzbereit. "Kommt es in einem Tunnel zu einem Zwischenfall, ertönt ein akustisches Signal, und die Mitarbeiter setzen sofort die jeweils notwendigen Maßnahmen", erklärt Lautner. Besondere Bedeutung komme dem Lawinenradar in Untergrimming zu. "Wenn Gefahr droht, wird sofort auf Rot gestellt, damit niemand mehr einfahren kann." Für Landesrat Gerhard Kurzmann ist die neue Tunnelwarte "ein großer Beitrag zur Sicherheit", gleichzeitig appellierte er aber auch an die Autofahrer, die Eigenverantwortung wahrzunehmen.
Die Kosten für die neue Tunnelwarte, die von außen einen Schneepflug darstellt, und die Adaptierungsarbeiten in den Tunnels betrugen 1,8 Millionen Euro. Mit dem Bau wurde 2009 begonnen, heuer im Frühjahr wurde mit dem Probebetrieb gestartet.








