Didi Dorners kalte Küche in Salzburg
Didi Dorners neues Lokalprojekt ist "wahrscheinlich gescheitert".

Foto © FuchsDidi Dorner will in wenigen Tagen endgültig über das Salzburg-Projekt entscheiden
Freizeichen. Am anderen Ende der Leitung meldet sich Haubenkoch Didi Dorner. Wie es ihm geht? "Bescheiden. Mir geht das alles auf die Nerven", meint er. "Das alles" ist sein neues Lokal in Salzburg, das er ursprünglich schon Mitte August in der Salzburger Innenstadt eröffnen wollte (wir berichteten). Bis heute ist die Küche im denkmalgeschützten Gebäude aber kalt geblieben. "Es gibt Schwierigkeiten mit der Altstadtkommission. Ich habe bis jetzt noch immer keine Erlaubnis für die nötigen Umbauarbeiten wie Entlüftungskanäle und Leitungen", erklärt Dorner weiter. Nachsatz: "Ich gebe mir selbst noch bis Ende nächster Woche. Länger will ich einfach nicht mehr warten. Aber ich gehe eigentlich davon aus, dass das Projekt gescheitert ist." Um jeden Preis wolle er das neue Lokal nämlich nicht: "Dafür bin ich schon zu lange im Geschäft."
Langweilig wird Dorner, der seit der Schließung seines Landhauses Stainach in diesem Frühjahr ohne eigenes Lokal auskommt, aber nicht. Der Spitzenkoch werkelt auf Projektbasis und als Küchencoach an verschiedenen Haubenherden Österreichs, wird unter anderem auch bei der Grazer Messe dabei sein. "Ich habe sowieso genug zu tun", meint er. Außerdem soll es in den letzten Monaten mehrere Angebote für Dorner gegeben haben. Immer lauter werden die Stimmen, die ihn schon bald in Graz sehen wollen. Glaubt man den Gerüchten und sollte sein Einzug in Salzburg tatsächlich scheitern, könnte die Landeshauptstadt also sein neues Revier werden.








