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    Zuletzt aktualisiert: 16.03.2009 um 19:28 UhrKommentare

    Keine Rettung für die Post

    In Ramsau, Haus und Stainach soll das Postamt ersetzt werden. Wird kein Partner gefunden, bleibt die Post offen - für drei Stunden am Tag.

    Foto © KLZ DIGITAL/Scheriau

    Die Post bringt allen was: ihren Aktionären eine Sonderdividende, vielen ländlichen Gemeinden schlechte Nachrichten. Ihr Postamt wird zugesperrt. Auf der Liste stehen in der Region die Gemeinden Ramsau, Haus im Ennstal und Stainach. Die Dienstleistungen sollen künftig von einem so genannten Postpartner angeboten werden. Wenn sich ein solcher nicht finden lässt, bleibt das Postamt jedoch bestehen, hieß es beim Management der Post. Manche erwogen darauf, dass sich ein Ort eben auf diese Weise gegen die Schließung wehren sollte. Wo partout kein Postpartner aufzutreiben ist, bleibt dann das Postamt.

    In der Praxis ist das aber wohl nur eine Frage des Preises und auch die andere Alternative wäre suboptimal. "Wir haben ein Gespräch mit dem zuständigen Verkaufsleiter gehabt und er hat uns erklärt, dass das Postamt - sollte es bleiben - nur mehr ein paar Stunden am Tag offen haben würde", erklärt der Stainacher Bürgermeister Christian Danner. Die Rede ist von 15 bis 20 Stunden wöchentlich, mehr würde sich nicht rentieren. "Das ist natürlich auch keine Lösung", so Danner.

    Kampf gegen Windmühlen. Er hat so ziemlich alles unternommen, was in der Macht eines Bürgermeisters steht, um den Standort zu halten. Gespräche mit der Post, offene Briefe bis zum Bundespräsident, demnächst soll auch ein Gemeinderatsbeschluss gegen die Schließung gefasst werden. Doch der Ortschef ist realistisch. "All das wird wenig helfen. Landeshauptmann Franz Voves hat uns zwar zurückgeschrieben und Hilfe zugesagt, doch dafür müsste ein Gesetz, die Universaldienstverordnung, geändert werden."

    Unter die Räder sind bei der aktuellen Schließungswelle übrigens jene Ämter gekommen, die bereits seit drei Jahren defizitär laufen. Und offenbar steht gerade dem ländlichen Raum noch einiges bevor. Mit der vollen Markt-Liberalisierung 2011 soll die Hälfe aller Postämter zugesperrt oder ersetzt werden, heißt es aus dem Umfeld der Post.

    CHRISTIAN HUEMER

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