Bad Aussee: Ärzte setzen sich für Chirurgie-Erhalt ein
17 Mediziner aus der Region haben Petition an Kages und Landesregierung unterschrieben.

Foto © APA/SujetIm Ennstal kämpft man nach wie vor für einen Erhalt der Chirurgie
Allgemeinmediziner und Fachärzte aus dem Salzkammergut, aus Stainach, Irdning, Wörschach und Donnersbach machen für den Erhalt der Chirurgie in Bad Aussee mobil. In einer Petition an die Kages und die Landesregierung fordern die 17 Mediziner den "ehebaldigsten Neubau des LKH Bad Aussee nach modernsten Gesichtspunkten". Aufgrund der regionalen Randlage und der Bedeutung als Tourismusregion mit etwa einer Million Nächtigungen pro Jahr ist aus Sicht der Ärzte das Spital nur inklusive einer chirurgischen Standardabteilung mit 24-stündiger Versorgungsbereitschaft, eigener OP-Einheit und eigenem Primariat sinnvoll.
Spezialisierung chirurgischer Angebote. In Punkt drei der Petition wird die Spezialisierung chirurgischer Angebote in Zusammenarbeit mit anderen Kages-Krankenhäusern gefordert. Damit könnten Auslastung und Fallzahlen erhöht werden. Dazu soll die Kages Modelle erarbeiten und der und der Landesregierung "als Empfehlung weiter geben". Ein Einsatz für Neuerungen, so die Unterzeichner, könnte die Schaffung von Departements für orthopädische, plastische und spezielle unfallchirurgische Operationen sein. Bei der Ausstattung sei der medizinische Standard wie CT/MRT zu berücksichtigen, um Diagnosefahrten in andere Spitäler in Zukunft zu vermeiden. Als einen Grund für diese Petition nennen die Ärzte den Umstand, dass "wir als zuweisende Ärzte vor Ort schon lange gute Ideen für die weitere Entwicklung des LKH einbringen können. Aber wir wurden nie dazu befragt."
Unterausschuss. Gestern wurde vom Gesundheitsausschuss des Landtages die Einsetzung eines Unterausschusses beschlossen, den Vorsitz wird Grünen-Klubobfrau Ingrid Lechner-Sonnek übernehmen. Die ÖVP sieht darin "eine Verzögerungstaktik zu Lasten der Patienten". Klubobmann Christopher Drexler forderte die SPÖ auf, "zu ihren Versprechen zu stehen". Im Unterausschuss wird auch das "Forum Pro LKH" angehört - gegen die Stimmen der Sozialdemokraten.







