Bei 40 Grad soll das Gold schmelzen
Im fernen Asien spielen zwei Ennstaler um Medaillen bei den "Deaflympics".

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Seit Dienstag befinden sich die 31 österreichischen Teilnehmer der "Deaflympics" in Taipeh. Am Montag beginnt bei diesen olympischen Spielen der Gehörlosen das Tennisturnier, an dem mit dem Selzthaler Mario Kargl und dem Rohrmooser Daniel Erlbacher gleich zwei Spieler aus dem Bezirk Liezen teilnehmen. Die gehörlosen Tennisspieler stellen damit auch die Hälfte des steirischen Aufgebots. Für beide Athleten ist es nach 2005 die zweite Teilnahme an den "Deaflympics".
Kargl gehört als einer der fünf weltbesten Gehörlosen-Spieler zu den Medaillenanwärtern, was auch Nationaltrainer Roland Berger bestätigt: "Mario ist als Nummer vier gesetzt, ein Platz auf dem Stockerl daher in Reichweite." In der letzten Woche wurde auf Hartplatz trainiert, um sich auf das Turnier bestmöglich vorzubereiten. "Wir haben am Körperschwerpunkt gearbeitet und uns auf Schnellkrafttraining konzentriert", verrät Berger. Eine Woche bleibt Zeit, um sich an den Zeitunterschied und das Klima auf der Insel zu gewöhnen, bevor Kargl in den Bewerb einsteigt. Obwohl die Temperaturen von mehr als 40 Grad für den 23-Jährigen eine zusätzliche Herausforderung darstellen, hat er sich sein Ziel ganz klar gesetzt: "Ich will eine Medaille"
Die Chancen dafür stehen nicht nur im Einzel gut, gemeinsam mit dem 32-jährigen Erlbacher gehört Kargl auch im Doppel zu den Medaillentipps. Das Duo ist Europameister und das viertbeste Doppel in der Wertung. "Daniel wird auch im Einzel spielen. Für ihn gilt es, die ersten Runden zu gewinnen. Dann sehen wir weiter", meint Berger über die Chancen der österreichischen Nummer zwei.









