Hauruck-Aktionen sind in Schladming nicht geplant
Nach den jüngsten Vandalenakten regt sich bei den Schladminger Bürgern der Widerstand. Auch die Gastronomie steht in der Kritik.

Foto © GEPASchladmings Bürgermeister Jürgen Winter: "Es sind keine Hauruck-Aktionen geplant."
Als die Kleine Zeitung vor einigen Tagen erstmals von der Zunahme der Vandalenakte in Schladming berichtete, war die Sache noch vergleichsweise harmlos. Verbeulte Mistkübel, demolierte Verkehrsschilder und Straßenlaternen sorgten für Ärger, vieles deutet auf einheimische Jugendliche als Täter hin.
Neue Dimension. Wenig später bekam das Problem allerdings eine völlig neue Dimension. Zwei britische Jugendliche rasteten nach einer Sauftour regelrecht aus und demolierten reihenweise Autos. Viele Schladminger reagieren auf die Zunahme der Gewalt schockiert. In der Kritik stehen vor allem der "zahnlose" nächtliche Ordnungsdienst und die "unkontrollierten Öffnungszeiten" mancher Lokale. Zumindest den ersten Vorwurf kann Bürgermeister Jürgen Winter gut nachvollziehen: "Natürlich stimmt es, dass unser Ordnungsdienst zahnlos ist. Aber das liegt an den gesetzlichen Rahmenbedingungen." Der Ordnungsdienst, der in den Nächten verstärkt unterwegs ist, kann nur beobachten und die Polizei rufen. Gerade der Ordnungsdienst habe aber wesentlich zur Aufklärung der jüngsten Vandalenakte beigetragen.
Konstruktive Gespräche. An der Sperrstunde will Winter - derzeit - nicht rütteln: "Es sind keine Hauruck-Aktionen geplant." Es gebe regelmäßig Gespräche mit Wirten, Gemeinde und Polizei, die sehr konstruktiv verlaufen. Strikt vorgehen werde man aber gegen Aktionen, die nur auf schnellen und billigen Alkoholkonsum abzielen.









