"Bauern-Facebook" und ein bisschen mehr
Maschinen- statt Dateimanager: Wie ein Schladminger die bäuerliche Welt online aufwirbelt.

Foto © Land schafft Leben/T. Preiss/APA Hannes Royer (Mitte) mit seinen Partnern von "Wir Bauern Online"
SCHLADMING. "In Schladming ist der Schattenschupferhof meine Heimat, im Web 2.0 ist es: Wir Bauern Online". Hannes Royer ist zwar kein Mark Zuckerberg, aber seine Idee hat etwas von der Kreativität des Facebook-Gründers. Vor drei Jahren wollte er eine Plattform schaffen, mit der sich Bauern vernetzen können. Und zwar mit Mehrwert: Abseits von Statusmeldungen und "Gefällt mir"-Buttons sollten maßgeschneiderte Tools für das bäuerliche Leben Nutzen stiften. Jetzt ist die Seite online gegangen und in Wien bei einer Pressekonferenz vorgestellt worden.
"Mit den bestehenden Online-Plattformen konnten wir Bauern uns nicht wirklich identifizieren. Der Alltag am Hof ist einfach anders organisiert", so Royer. Viele hätten gar keine Vorstellung, wie viel Zeit man neben der harten körperlichen Arbeit verwende, um sich mit anderen Bauern auszutauschen. "Persönlicher Kontakt in der Gemeinschaft ist uns sehr wichtig." Also wurde gemeinsam mit der auf neue Medien spezialisierten Agentur mmc die Plattform "Wir Bauern online" ins Leben gerufen.
Neben der kostenlosen Registrierung mit persönlichem Profil samt üblichen Funktionen wie dem Teilen von Fotos, Videos oder dem Gründen diverser Gruppen gibt es als zentrale Funktion auch einen so genannten "Maschinen-Manager". Mit diesem Werkzeug können Landwirte per Mausklick untereinander Maschinen teilen, reservieren und verwalten. Auch Online-Umfragen können ganz einfach gestartet werden.
6000 Mitglieder
Die Plattform, die rund 6000 Mitglieder hat, will künftig auch Videokonferenzen online ermöglichen. "Damit wird die Seite auch für Verbände und Vereine interessant." CHRISTIAN HUEMER








