Ennstaler sind mächtig stolz auf die Königin
Eine Ennstalerin hat das Ausseerland im Sturm erobert. So ein Sieg ist offenbar besonders viel wert. Das letzte Mal gelang das vor knapp einem Vierteljahrhundert.

Foto © FUCHS
Am Freitag hatten die Narzissenhoheiten einen stressigen Tag. Frisur und Make-up, Anprobe, Einkleiden und dann Dutzende Termine quer durchs ganze Ausseerland mit einem einzigen Auftrag: Lächeln, lächeln, lächeln. Die Freude ist aber nicht nur im Steirischen Salzkammergut groß. Auch im Ennstal herrscht echte Jubelstimmung über die Siegerin: Anna-Lena Stocker aus Rohrmoos-Untertal vertritt nun mit ihren zwei Prinzessinnen Anna Maria Gautsch und Karola Pliem ein ganzes Jahr lang das Ausseerland.
Das finden viele Ennstaler besonders sympathisch. "Es ist schon sehr lange her, dass ein Mädchen aus unserer Region Königin wurde", freut sich etwa Herta Stocker, die Oma von Anna-Lena, über den Sieg. Und sie zieht gleich Parallelen zu Caroline Koller. "Die ORF-Moderatorin hat es zuletzt geschafft."
Ein Blick in die Archive des Narzissenfestes zeigt: Tatsächlich war 1988 Caroline Koller aus dem Sölktal Narzissenkönigin. Allerdings: Mit Maria Eberhart aus Niederöblarn übernahm auch 1989 eine Ennstalerin das begehrte Zepter im Ausseerland. Seither schaffte es bei der Wahl allerdings keine Ennstalerin mehr auf Platz eins.
WM 2013 und Narzissenfest
In Bad Aussee strahlen die Organisatoren des Festes nicht nur ob der Schönheit der neuen Königin. "Die WM-Region Schladming-Dachstein bekommt jetzt eine Narzissenkönigin", titelte der Pressedienst des Frühlingsfestes gleich nach dem Sieg der Rohrmooserin. Keine Frage, dass die neue Königin sowohl dem Ausseerland als auch der WM-Region Schladming Schlagzeilen bringen wird, von denen beide profitieren können.
Die vielen Fans von Anna-Lena, die in mehreren Planai-Bussen das Ausseerland enterten, legten jedoch Wert auf die Feststellung: Bitte passt beim Schreiben auf - die Königin kommt nicht aus Schladming, sondern aus Rohrmoos-Untertal.
Man sieht: Das mit der Gemeindezusammenlegung ist noch lange nicht gegessen.











