Kur und Wellness im Zeichen der Narzisse
Im August soll der Spatenstich für das neue Narzissen Bad Aussee erfolgen, der Eröffnungsköpfler ist für Dezember 2013 vorgesehen.

Foto © UG Das Logo und der Name für das neue Bad wurden standesgemäß von Narzissenhoheiten enthüllt und präsentiert
"Das Finale beginnt mit dem heutigen Tag", gab Bürgermeister Otto Marl dem Publikum im voll besetzten Kurhaussaal als enthusiastische Auftaktbotschaft mit durch den Freitag Abend, an dem das neue Bad in Aussee öffentlich präsentier wurde. Mit der Namensfindung war die Marketingagentur "Kommhaus" beauftragt, der neue Wellnesstempel auf dem Lerchenreither Plateau firmiert unter "Narzissen Bad Aussee", ein Synonym für Nachhaltigkeit in einer ökologisch gesunden Region, wie Martin Schoiswohl, geschäftsführender Gesellschafter der Agentur, erklärte.
Der Zeitplan für die Umsetzung ist ambitioniert, die Einreichplanung soll bis Ende Juni fertig sein, der Spatenstich ist für den 6. August vorgesehen, im Dezember 2013 soll aufgesperrt werden. Gebaut wird das Bad mit einer Gesamtwasserfläche von 500 Quadratmetern. Zum Vergleich: Die Grimmingtherme in Bad Mitterndorf umfasst 800 Quadratmeter. Verteilt ist das Ganze auf ein Multifunktionsbecken, einen Sole-Pool und die Solegrotte "Floating" samt Salzsee im Innenbereich sowie ein Sole-Außenbecken. Dazu kommen eine Saunalandschaft und das Medical Spa, auf gut Deutsch: eine Abteilung für Kur-, Gesundheits- und Wohlfühlanwendungen. Damit sind auch die zwei Zielgruppen definiert, die hauptsächlich angesprochen werden - einerseits der klassische Kurgast, andererseits der ruhesuchende Erholungsgast, der Körper und Seele in Form von Entspannung Gutes tun möchte.
Alpenblick
Den Architektenwettbewerb entschied Marcus Schulz für sich, der den Ausseern seine (Planungs-)Philosophie erklärte: Die Architektur sei den Gebirgsformationen angepasst worden, bei den Materialien werde "der Ausseer Tradition folgend" auf Stein und Holz gesetzt. Besonders wichtig sei ihm der Ausblick auf die Bergwelt nahezu von jeder Stelle aus: "Im Panoramarestaurant gibt es einen Rundumblick auf die Bergkulisse, die Ruheräume und die Saunen sind so konzipiert, dass der freie Blick auf die Berge genossen werden kann", schilderte Schulz und stimmte die Besucher mit einem Animationsfilm auf das Kommende ein.
Die Appartementanlage wird (vorerst) 67 Einheiten in unterschiedlichen Größen umfassen, die auch miteinander kombinierbar sind. Die Aufteilung erfolgt auf drei Gebäude, "um einen dorfähnlichen Charakter zu erzielen", wie Architekt Schulz ausführte. Die Appartements liegen in südwestlicher Richtung, ebenfalls mit Blick auf Dachstein & Co.
Wer diese Anlage künftig betreiben wird, ist noch unklar, das Bad obliegt der Führung von GMF, die Gesellschaft ist auch im Asia Spa Leoben tätig. Angepeilt werden im ersten Jahr rund 90.000 Gäste, im zweiten etwa 114.000. Max Taucher, Geschäftsführer der Vitalbad Errichtungs-GmbH, erklärte, dass das Projekt ausfinanziert sei, "aber wir müssen darauf achten, mit den vorhandenen Mitteln auszukommen".










