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Zuletzt aktualisiert: 13.03.2012 um 17:46 UhrKommentare

"Zukunftsweisende" Umwelt-Charta unterzeichnet

Nicht nur um hundertstel Sekunden, sondern auch um die Umwelt soll es bei der Ski-WM 2013 in Schladming gehen.

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel

Foto © APAÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel

Eine entsprechende Charta mit fünf Nachhaltigkeits-Zielen wurde am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Rahmen des Ski-Weltcup-Finales von Umweltminister Nikolaus Berlakovich (V) und ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel unterzeichnet. Charta-Botschafter ist Abfahrts-Olympiasieger Fritz Strobl, der als "alter Bauer" aus Erfahrung über das Thema Umwelt sprechen könne.

"Zukunftsweisend" statt nachhaltig

Statt den Begriff Nachhaltigkeit verwendet der Präsident des Österreichischen Skiverbands lieber "zukunftsweisend". Schröcksnadel betonte, dass man sich nicht wie andere Großveranstaltungen 50, sondern nur fünf Punkte vorgenommen habe, diese aber mit Nachdruck verfolgen wolle. Eine umweltfreundliche Infrastruktur stand an erster Stelle auf der Charta und sei teilweise schon umgesetzt worden, da auf bestehenden Pisten gefahren wird und umweltfreundliche Pistengeräte zum Einsatz kommen. Als zweites Ziel will man bei der WM Abfall vermeiden, weshalb beispielsweise Mehrweg-Becher ausgegeben werden.

Weiters soll die Mobilität im Mittelpunkt der Anstrengungen für eine nachhaltige WM stehen: Die Anreise per Bahn und mit Shuttle-Bussen wird angestrebt, Elektrobusse sollen eingesetzt werden. Viertens soll die Verpflegung bei den Meisterschaften 2013 mit vorwiegend regionalen Produkten auskommen. Zu guter Letzt wünschen sich die Veranstalter von der WM den Auslöser für die Energiemodellregion Schladming.

"Umweltfeindliches Eck"

Schröcksnadel sei das Thema ein Anliegen, weil vor 20 Jahren der Skisport in ein "umweltfeindliches Eck" gesetzt worden sei: "Skipisten waren schuld, dass Muren kommen, Wald abgeholzt wird und Schneeanlagen die ganzen Blumen kaputt machen. De facto stimmt das alles nicht. Es gibt heute 30 Prozent mehr Wald als früher, Muren waren nie auf Skipisten und Schneeanlagen schützen die Fauna viel besser als natürlicher Schnee, weil die Natur durch das langsame Abtauen zwar am Anfang später dran, aber am Schluss weiter voraus ist."

Quelle: APA

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