Fürs große Finale ist alles bereit
Am Montag beginnt das große Weltcupfinale in Schladming. Die WM-Generalprobe bietet auch die Gelegenheit, eine erste Bilanz der Vorbereitungen zu ziehen. Schladming ist 2013 Austragungsort für die Ski-WM.

Foto © GEPADie Generalprobe für die WM 2013 steht an
Die WM-Stadt Schladming räkelt sich in der Frühlingssonne, nur einen Stock höher, auf den Pisten der Planai, herrscht noch Winter. Umrahmt vom leuchtorangen Band der Sicherheitszäune strahlen die Rennpisten, auf denen in dieser Woche der Krimi um die Weltcupkugeln ausgetragen wird, in makellosem Weiß. Um die sonnigen Attacken des Frühlings auf die frostige Bühne fürs Finale halbwegs abzuwehren, brauchte es allerdings eine kleine Armee an Pistenprofis von Planai und Wintersportverein Schladming, der das Finale ausrichtet. An die 400 Mann tummelten sich auf dem WM-Berg, um die Pisten zu präparieren, Sicherheitszäune zu errichten und insgesamt 72 Kamerastandorte zu bauen.
Gebaut wurde in Schladming in den vergangenen Jahren überhaupt wie wild. Und das, obwohl bei Weitem nicht alles umgesetzt werden konnte, was nach dem WM-Zuschlag für Schladming so durch die Politikerköpfe geisterte. Wie zum Beispiel der Tunnel durch die Planai, der um 170 Millionen Euro die Schladminger Verkehrsprobleme lösen sollte. Dass der Tunnel als Erstes fiel, war allerdings kein Drama für die Schladminger. So richtig daran geglaubt hatte sowieso niemand.
Viele Projekte fielen
Aber auch in der Region um Schladming fielen die WM-Verkehrsprojekte wie die Fliegen: Die Umfahrung des Simeterbühels, einem Steilstück nahe Gröbming, mit geplanten Kosten von 68,2 Millionen Euro erwischte es schon ziemlich früh. Der - stets als sicher gehandelte - Kreisverkehr Trautenfels (geschätzte Kosten 17 bis 20 Millionen Euro) folgte. Und von den 120 Millionen Euro teuren Investitionen in die Bahninfrastruktur des Ennstales blieben schließlich auch "nur" die Modernisierungen der Bahnhöfe Liezen und Schladming (Letzterer in finanziell abgespeckter Form) übrig.
Soviel zu dem, was nicht ging. Es ist nämlich auch jede Menge gelungen, vor allem in der WM-Stadt Schladming selbst: Planet Planai samt zweigeschossiger Tiefgarage, Medien- und Kongresszentrum und ein neues Sportstadion (wird dieses Jahr gebaut) sind die größten Brocken. Bürgermeister Jürgen Winter: "Ich bin aus heutiger Sicht sehr zufrieden mit dem, was erreicht wurde. Wir haben nicht nur für die WM, sondern auch für die Zeit danach eine tolle Grundlage geschaffen." In Schladming sei, so Winter, weder Luxus noch Schnickschnack gebaut worden, aber das, was wirklich gebraucht wurde, sei auch gegangen.
Und das in Schladming nicht alles umgesetzt wurde, was auf dem Wunschzettel für die Weltmeisterschaft stand, ist wohl Teil des Spiels. Schließlich fand sich auf der Liste der WM-Projekte auch eine neue Aufbahrungshalle. Allerdings nicht lange.
Features
Fahrplan
- Mittwoch: Abfahrten Damen und Herren
- Donnerstag: Super-G Damen und Herren
- Freitag: Teamwettbewerb
- Samstag: Slalom Damen, Riesenslalom Herren
- Sonntag: Slalom Herren, Riesenslalom Damen









