Bei der WM wird's ganz schön eng
In Schladming wird emsig an den Vorbereitungen für die WM getüftelt. Und an der Frage, wie man im engen Zielstadion der Planai möglichst viele Zuschauer unterbringen kann.

Foto © GEPAEin großer Teil des Zielstadions wird bei der WM vom Zielauslauf beansprucht. Derzeit wird daran getüftelt, wie man trotzdem möglichst viele Zuschauer ins Stadion bekommt
Frühere atmosphärische Störungen zwischen dem ÖSV und der WM-Stadt Schladming sind Schnee von gestern, jetzt soll mit Hochdruck - und gemeinsam - an den Vorbereitungen für die Alpine Schi-WM 2013 gearbeitet werden. Mit dieser Botschaft wandten sich am Donnerstag OK-Chef Reinhold Zitz und der Geschäftsführer der Gesellschaft Schladming 2030, Albert Baier, an die versammelte regionale Presse.
Die Vorbereitung für das sportliche Großereignis laufen längst auf Hochtouren, jetzt will man mit einer Marketingoffensive international, aber vor allem auch in der Region Stimmung für die WM 2013 machen. Reinhold Zitz: "Das Wichtigste ist, die Menschen in der Region ins Boot zu holen. Es muss uns gelingen, den Nutzen dieser Weltmeisterschaft für die Region zu vermitteln." Während sich der ÖSV in den verbleibenden 358 Tagen bis zur WM verstärkt um die internationale Werbung kümmern will, soll die Gesellschaft Schladming 2030 mit ihrem Chef Albert Baier in erster Linie in der Region die Werbetrommel rühren.
Obwohl aber die PR-Maschinerie erst jetzt so richtig anlaufen soll, ist das Interesse offenbar schon enorm. Im Schladminger WM-Büro stapeln sich längst die Kartenwünsche, ein wenig werden sich die Fans allerdings noch gedulden müssen. Reinhold Zitz: "Wir haben geplant, den Kartenvorverkauf beim Weltcupfinale im März zu starten." Derzeit tüftelt man gerade aus, wie viele Zuschauer man im Zielstadion unterbringen kann. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen, schließlich ist im legendären Hexenkessel am Fuße der Planai der Platz einigermaßen begrenzt. Vor allem, weil im Gegensatz zum Nachtslalom der Zielraum bei der Weltmeisterschaft einen großen Teil des Stadions einnimmt.
Einen großen Teil der Planung für die bevorstehende WM nimmt das Thema Jugend ein. So heißt es im Leitbild: "Kinder von heute sind die Zukunft des Skisports, deshalb wollen wir sie in die WM einbeziehen." Um die Jugendlichen zu erreichen, hat man sich - neben verschiedensten Aktionen in Schulen der Region - in Schladming etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Ein eigenes Jugend-OK mit zwei Mädchen und zwei Burschen aus der Region im Alter zwischen 13 und 19 Jahren sollen Gleichaltrige über Plattformen wie Facebook, Twitter und Co. für die WM in Schladming begeistern.
Einen echten Hochkaräter konnte man in Schladming für die Gestaltung des WM-Plakates gewinnen: Christian Ludwig Attersee wird die WM künstlerisch ins Bild setzen. Noch nicht klar ist hingegen, wer für den musikalischen Hit zur WM sorgen soll. Das soll, so Reinhold Zitz in einer Castingshow im ORF entschieden werden.
Altbekannt, aber runderneuert präsentiert sich WM-Maskottchen Hopsi. Der Hase, der schon 1982 für eine WM warb, bekam eine Verjüngungskur verpasst.








