Eine Siedlung wehrt sich
Bewohner der Schladminger WM-Siedlung kämpfen gegen Durchzugsstraße zum neuen Sportzentrum. Suche nach Alternativen läuft.

Foto © PrivatIm vollen Schladminger Stadtsaal diskutierten Siedlungsbewohner mit Bürgermeister Winter über Alternativen
Ich will auf gar keinen Fall, dass eine Durchzugsstraße durch die WM-Siedlung entsteht!" Dieser Satz stammt nicht etwa von Bewohnern der Schladminger WM-Siedlung oder von deren Sprecher Karl Müller. Er stammt vielmehr vom Schladminger Bürgermeister Jürgen Winter aus dem gestrigen Gespräch mit der Kleinen Zeitung.
Zur Vorgeschichte: Weil im Osten von Schladming das neue Sportzentrum und wohl auch mehrere neue Siedlungshäuser entstehen, fürchten die Bewohner der WM-Siedlung, dass aus der Wohnstraße, die jetzt in die WM-Siedlung führt, künftig eine Durchzugsstraße werden könnte. In der Siedlung wurde eine Unterschriftenaktion durchgeführt, die mit überwältigender Mehrheit gegen ein solches Projekt ausging. 354 von 443 wahlberechtigten Bewohnern der Siedlung, das entspricht 79,9 Prozent, sprachen sich gegen eine Durchzugsstraße aus.
Wenn nun also weder der Bürgermeister, noch die Siedlungsbewohner eine Durchzugsstraße wollen, sollte es ja eigentlich kein Problem geben - möchte man zumindest meinen. Ganz so einfach liegt die Sache aber nicht, weil es erst einmal gilt, geeignete Alternativen zu finden. "Ursprünglich hatten wir geplant, den Verkehr über die Bahn zur Unteren Klausstraße zu leiten", erklärt Bürgermeister Winter, "da haben uns aber leider die ÖBB einen Strich durch die Rechnung gemacht."
Vergangene Woche lud Bürgermeister Jürgen Winter zu einer Bürgerversammlung ein, die Beteiligung war enorm. Schon bei der Versammlung wurde rege über mögliche Alternativen diskutiert - und auch Winter ist sich sicher, dass sich eine solche finden lässt: "Wir werden alles daran setzen, hier eine gute Lösung für alle Beteiligten zu finden."









