Ennstal: Unterstützer kommen tröpferlweis'
Das Bildungs-Volksbegehren von Hannes Androsch läuft noch bis Donnerstag. Der Zwischenstand schaut eher mager aus. Im Ausseerland liegt man allerdings über dem Durchschnitt.

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Seit vergangenem Donnerstag kann man in Österreich für Bildung die Initiative ergreifen. Unter der Schirmherrschaft von Hannes Androsch und einer Reihe prominenter Persönlichkeiten werden bessere Bedingungen für das Schulsystem gefordert. "Österreich darf nicht sitzen bleiben", lautet der Slogan und Androsch kündigte an, damit einen "kräftigen Herbststurm" auszulösen.
Vom Zuspruch ist das Begehren im Bezirk allerdings eher ein laues Lüftchen, wenn überhaupt. In vielen Gemeinden hat bisher gerade einmal ein Prozent der potenziellen Unterstützer unterschrieben. Dazu gehören alle Wahlberechtigten ab 16 Jahren, die ihren Hauptwohnsitz hier angemeldet haben. In der Bezirkshauptstadt Liezen zählte man gestern Vormittag etwa 76 Unterschriften. Damit ist man meilenweit von den Volksbegehren um die Gentechnik oder Pensionen entfernt, die Hunderte Unterstützer fanden. Ein ähnliches Bild in Admont und Schladming: Die beiden Gemeinden hatten gestern keine 50 Unterschriften zu vermelden.
Ausseerland
Auch die Ausseer sind in absoluten Zahlen gemessen nicht in Srömen aufs Gemeindeamt gepilgert. Der Vergleich macht's jedoch aus: "Wir haben 87 Unterschriften und damit ist das Bildungsvolksbegehren bisher eines der erfolgreichsten", erklärt man bei der Stadtgemeinde Bad Aussee. "Vermutlich spielt es doch eine Rolle, dass Androsch einen guten Zugang zur Region hat."
Zum Unterschreiben kommen übrigens hauptsächlich ältere Menschen. "Wir haben fast keine Jugendlichen, die sich gemeldet haben. Eher machen sich die Großeltern um die Enkerl sorgen", formuliert ein Amtsleiter.
Noch kann unterschrieben werden: Das Volksbegehren läuft bis Donnerstag, 10. November. Die Öffnungszeiten der Gemeinde gibt's auch im Internet unter www.nichtsitzenbleiben.at








