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    Zuletzt aktualisiert: 04.09.2011 um 07:00 UhrKommentare

    Heinrich Schnuderl: Leben als "Vollblutpriester"

    Der Theologe Heinrich Schnuderl (68) hat das besondere Talent, mit Menschen aus allen Schichten zu können. Nun ist er neuer Generalvikar der Diözese Graz-Seckau. Ein Porträt.

    1972 in Leoben: Egon Kapellari, Bischof Johann Weber und Heinrich Schnuderl

    Foto © KK1972 in Leoben: Egon Kapellari, Bischof Johann Weber und Heinrich Schnuderl

    Ich wusste schon in der 4. Klasse Volksschule, dass ich Priester werden will." Als er noch der Heinz war und andere Buben seines Alters Lokführer oder Flugzeugkapitäne werden wollten, spürte Heinrich Schnuderl bereits seine Berufung. Auch zur Überraschung seiner Umgebung, denn er war nach Eigendefinition "kein besonders braver Bub und kein fleißiger Schüler".

    Das sollte sich aber mit der Zeit ändern, Schnuderl absolvierte das akademische Gymnasium, ehe er sich dem Studium der Theologie in Graz zuwandte. Bereits mit 23 Jahren, 1966, schloss er das Studium ab, ehe er zum Priester geweiht wurde.

    Seine erste Stelle führte ihn in die Obersteiermark, als Kaplan nach Schladming. Diese Jahre in der Seelsorge waren prägend, wirken bis heute nach: Im evangelisch geprägten Ennstal wurde Schnuderl hautnah mit der Ökumene befasst, sie regte sein akademisches und theologisches Interesse an. Heute zählt er zu den führenden Theologen des Landes, diente so auch seinen beiden Bischöfen Johann Weber und Egon Kapellari als Ratgeber.

    Der partnerschaftliche Umgang mit anderen Religionsgemeinschaften passt sehr gut zu Heinrich Schnuderl, denn er ist ein durch und durch politischer Mensch. Nicht im parteipolitischen Sinn, sondern im Wissen um das größere Ganze, um die Kirche, um ihren Platz in einer sich verändernden Gesellschaft. Kombiniert mit der Tiefe seines Glaubens, seinem hohen Intellekt, seinem Fleiß ist er wie geschaffen für das neue Amt, das er demnächst antritt: Gestern wurde er als Generalvikar der Diözese Graz-Seckau vereidigt, ist damit innerkirchlich die Nummer zwei hinter Kapellari.

    Mit dem Bischof verbindet ihn übrigens eine langjährige berufliche Beziehung: 1970 hatte Kapellari, damals Hochschulseelsorger in Graz, den jungen Kaplan als neuen Hochschulseelsorger für Leoben vorgeschlagen, als der er von Bischof Johann Weber dann auch eingesetzt wurde. Aus dieser Zeit kommt auch Schnuderls Ruf als exzellenter Koch: Jeden Samstag, nach den Strapazen der Studienwoche, kochten einige Studenten in seiner Wohnung, er revanchierte sich am Sonntag.

    Der Hinausgeher

    Auch heute wissen Freunde von gemütlichen kulinarischen Abenden zu berichten, Schnuderl selbst relativiert: "Ich rede und esse gerne gemeinsam mit Leuten, da gehört das Kochen halt dazu."

    Nicht nur bei solchen Gelegenheiten versteht man Caritas-Präsident Franz Küberl: "Er ist ein Vollblutpriester. Er ist ein Hinausgeher, ein Hingeher zu den Leuten." Schnuderls größter Trumpf: Er hat nicht die geringsten Berührungsängste, das zeigte er sowohl als Pfarrer in Thondorf, aber auch als Kapellari-Nachfolger in der Grazer Hochschulseelsorge von 1982 bis 1999, ehe er die Stadtpfarre in Graz übernahm. "Daneben" war der begeisterte Autofahrer auch Generalassistent der "Katholischen Aktion" und Pastoralamtsleiter.

    Seit der Hochschulzeit hat Schnuderl - sonst ein großer Kenner der Romanik - eine besondere Beziehung zur modernen bildenden Kunst, nennt Werke von Fritz Panzer bis Hanns Staudacher sein Eigen. Mit Letzterem verbindet ihn eine Freundschaft, seit Jahren bekommt er immer eine selbst gestaltete Weihnachtskarte - siehe oben.

    In nächster Zeit wird er wohl das oft brauchen, was er selbst als seine Schwäche, seinen Mangel bezeichnet: Geduld. Das, gepaart mit "pastoraler Klugheit", wird er im Umgang mit teilweise aufbegehrenden Priestern wohl dringend benötigen. Bisher hat er es meistens geschafft.

    CLAUS ALBERTANI

    Fakten

    Heinrich Schnuderl wurde am 20. 9. 1943 in Graz als zweites von vier Kindern einer Bäcker- familie geboren.

    1967 wurde er zum Priester geweiht, Kaplan in Schladming, Hochschulseelsorger in Leoben und Graz und Pfarrer in Thondorf als nächste Stationen.

    Zuletzt Stadtpfarrprobst in Graz wird er jetzt Generalvikar.

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