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Zuletzt aktualisiert: 19.08.2011 um 20:30 UhrKommentare

Schladming will "Olympics"

Schladming bewirbt sich gemeinsam mit der Landeshauptstadt Graz für die Austragung der Special Olympics Winterspiele 2017.

Foto © AP

Das Jahr 2017 ist noch weit weg - und wenn man sich in diesen Tagen die Großbaustellen im Osten von Schladming so anschaut, ist man versucht zu sagen: das WM-Jahr 2013 gottseidank auch. Eine höchst laienhafte Einschätzung freilich, schließlich liegen die Schladminger WM-Baustellen im - zugegebenermaßen engen - Zeitplan.

Zumindest gedanklich ist man am Fuße der Planai aber schon weit über das WM-Jahr hinaus: Am Donnerstag traf sich im Planet Planai eine hochkarätige Gesprächsrunde um das offiziell zu besiegeln, was hinter den Kulissen schon seit Monaten vorbereitet wurde. Die WM-Stadt Schladming wird gemeinsam mit der Landeshauptstadt Graz versuchen, die Special Olympics Weltwinterspiele 2017 in die Steiermark zu holen.

Schon 1993 durfte Schladming die Weltwinterspiele für geistig und mehrfach behinderte Sportler ausrichten, damals als erster Ort außerhalb der USA. Damals wie heute war die treibende Kraft Schladmings Altbürgermeister und amtierender Präsident von Special Olympics Österreich, Hermann Kröll.

Hoher Stellenwert

"Unsere Absicht, uns für die Weltwinterspiele 2017 zu bewerben, wurde bei einem Gespräch mit Timothy Shriver und weiteren Mitgliedern des Führungsstabes von Special Olympics International bereits kundgetan. Besonders stolz können wir sein, dass Special Olympics Österreich im internationalen Board einen sehr hohen Stellenwert genießt", freut sich Kröll. Gemeinsam mit Bürgermeister Jürgen Winter war Hermann Kröll in diesem Sommer zu den Special Olympics nach Athen gereist. Ein Aufenthalt, der natürlich dazu genutzt wurde, bei den internationalen Gremien kräftig die Werbetrommel für Schladming zu rühren.

Als Präsident des Bewerbungskomitees fungiert Hermann Kröll, sein Stellvertreter ist Nationaldirektor und Vize-Präsident von Special Olympics Österreich Marc Angelini. Der Grazer Bürgermeister Sigi Nagl, wie auch sein Schladminger Amtskollege Jürgen Winter gehören ebenso dem Komitee an, wie Günther Abraham, Leiter der Landessportabteilung und Gerhard Peinhaupt, Leiter der Sportabteilung Stadt Graz. Als Vertreter des Sports und Unterstützungskomitees für 2017 war Hans Knauss bei der konstituierenden Sitzung dabei.

Derzeit wird in Schladming und Graz an der Bewerbung gefeilt, die bis Oktober in Washington einlangen muss, im Sommer 2012 soll dann eine Entscheidung fallen. Für Schladming und Graz jedenfalls nicht nur menschlich, sondern auch wirtschaftlich ein enormer Gewinn. Immerhin rechnet man mit inklusive der 3000 Athleten mit rund 10.000 internationalen Gästen.

CHRISTIAN NERAT

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